Ein Fenster ins Leben von Lynn Austin

Gestern habe ich meinen „third read of December’15“ beendet und solange meine Erinnerungen an das Buch noch frisch sind, will ich eine Rezension dazu schreiben. Ein Fenster ins Leben ist das zweite Buch von Lynn Austin, das ich bisher von ihr gelesen habe. Ehrlich gesagt hat mir Luisas Töchter um Einiges besser gefallen, aber dazu komme ich gleich.thirdreaddec

  • Autorin: Lynn Austin
  • Verlag: francke
  • Seitenzahl: 432
  • Einband: Broschiert
  • ISBN: 978-3-86827-213-0
  • Neupreis: 15,95€
  • Kaufen: francke verlagAmazon

Inhalt: 1893: Violet Hayes träumt vom großen Abenteuer, von der wahren Liebe, vom echten Leben. Die Weltausstellung in Chicago liefert der Tochter aus gutem Hause den perfekten Vorwand, der Obhut ihres Vaters zu entkommen und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Zumal sie gerade herausfinden musste, dass ihr gesamtes Leben auf einer Lüge basiert.
Doch gänzlich frei ist Violet auch in Chicago nicht. Sie wohnt bei ihrer tiefgläubigen Großmutter, die ganz eigene Vorstellungen davon hat, wie ihre Enkelin ihr Leben gestalten sollte. Und auch ihre drei Großtanten, die unterschiedlicher kaum sein könnten, versuchen Violet für ihr jeweiliges Lebenskonzept zu begeistern. Violet hat die Qual der Wahl. Was möchte sie werden: Heilige, Suffragette, Dame der Gesellschaft? Oder doch lieber Detektivin? Und welchem ihrer Verehrer soll sie ihr Herz öffnen? Chicago eröffnet Violet eine Vielzahl an Möglichkeiten. Doch ihren eigenen Weg zu finden, erweist sich als das größte Abenteuer.

Meinung: Ihr müsst wissen, dass Lynn Austins Bücher toll sind. Ich kann zwar nicht behaupten, bisher sehr viel von ihr gelesen zu haben, aber das, was ich bereits kenne, lässt mich diese Behauptung aufstellen. Leider muss ich bei diesem Roman sagen, dass er mir doch etwas zu langatmig war, aber es lohnt sich, dieses Buch allein schon wegen seinem unerwarteten und gut gelungenen Ende zu lesen.

Die meisten Protagonisten der Bücher, die ich kenne, waren mir bisher selten unsympathisch. Ich kann nicht sagen, dass Violet Rose Hayes, Protagonistin aus Ein Fenster ins Leben, mir ganz und gar nicht gefallen hat, aber so sehr gefallen hat sie mir nun auch wieder nicht. Meiner Meinung nach war sie hin und wieder viel zu naiv und hatte einen zu großen Hang zur Dramatik.Es hat mir aber gefallen, mitverfolgen zu können, wie sie im Laufe der Handlung erwachsener und realistischer geworden ist, wodurch meine Sympathie zu ihr mit der Zeit wesentlich gewachsen ist.

Die Verehrer, die im Verlauf der Geschichte dazugestoßen sind, waren sehr verschieden, was wiederum einige Abwechslung miteingebracht hat. Jeder hatte seine positiven, aber auch negativen Eigenschaften, jeden mochte man auf seine eigene Art und Weise, was Violet die Entscheidung, welchen sie denn nun heiraten sollte, recht schwer machte.

Den christlichen Aspekt hat Lynn Austin auch in diesem Buch durchaus nicht außer Acht gelassen, besonders in Beziehung zu Louis Decker, einem Geistlichen, der auch zu den Verehrern Violets zählte. In Beziehung zu Violet hätte man den Aspekt ,,Gott“ aber sicherlich noch ausweiten können.

Die Idee der Handlung hat mir wirklich gefallen, aber leider ist der Spannungsbogen nur sehr langsam gestiegen. Erst zu Ende hin, etwa auf den letzten 50 Seiten, hat das Buch mich so gepackt, dass ich es in einem Rutsch zuende gelesen habe. Wirklich schade…

Fazit: Insgesamt gebe ich dem Buch 3,5/4 von 5 Sternen. Es gab neben langatmigen auch amüsante Stellen, außerdem bringe ich es nicht übers Herz, einem Buch von Lynn Austin eine niedrigere Bewertung zu geben. Aber denjenigen unter euch, die gerne unterhaltsame historische Romane lesen, kann ich dieses Buch durchaus empfehlen!

Liebe Grüße und einen nicht allzu schlimmen Montag euch!

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