Rezension: Weil das Herz nicht schweigen kann von Melissa Jagears

Schon längere Zeit war es mein Wunsch, einen Roman von Melissa Jagears zu lesen und dank dem Brunnen Verlag habe ich endlich auch diese Möglichkeit erhalten – nun habe ich den neuesten Roman der Autorin gelesen, Weil das Herz nicht schweigen kann.

Autorin: Melissa Jagears, 384 S., Brunnen Verlag, Einband: Taschenbuch, Neupreis: 16,99€, Originaltitel: A Bride in Store

Inhalt: Möglicherweise gab es ja einen göttlichen Grund dafür, dass ihr Verlobter nicht zu finden war, als Eliza in Salt Flatts angekommen war. Sie hatte Gott zwar nicht gefragt, was sie tun sollte – aber vielleicht war die Ablehnung ihres künftigen Schwiegervaters eine Warnung. Und dass der Sheriff am Morgen die Banditen verhaftet hatte, die ihre gesamten Ersparnisse gestohlen hatten, kein Zufall, sondern ihre Rückfahrkarte nach Hause …
Eliza Cantrell kommt als bestellte Braut in die karge Landschaft von Kansas, um den jungen Kaufmann Axel zu heiraten. Statt ihres Verlobten trifft sie dort auf dessen Geschäftspartner William. Zarte Funken fliegen, doch Eliza ist Axel versprochen. Und Williams Zukunft als Arzt scheint so gar nicht zu Elizas eigenen beruflichen Träumen zu passen…

Meinung: Ich habe schon einige historische Romane gelesen, die um Katalogbräute, also Bräute auf Bestellung, handelten. Somit war mir dieses Thema nicht neu, welches auch in Weil das Herz nicht schweigen kann eine Rolle spielt. Die Protagonistin, Eliza, kommt als bestellte Braut nach Kansas, doch es kommt alles ganz anders, als sie es sich vorgestellt hat. Sie ist eine sehr selbstbewusste Frau mit eigenen Vorstellungen vom Leben, mit eigenen Zielen und Träumen – eine sehr seltene Eigenschaft für Frauen in der damaligen Zeit.

Angefangen hat der Roman recht vielversprechend, gleich zu Beginn sind Dinge geschehen, mit denen man nicht gerechnet hat. Doch je weiter man las, umso vorhersehbarer wurde es. Hin und wieder kamen aber auch überraschende Wendungen vor, die sehr hilfreich für den Spannungsaufbau waren.Zudem war der Schreibstil ein ganz angenehmer, der einen fließenden Lesefluss zuließ.

Auch wenn mir die Charaktere an sich sehr sympathisch waren, hat mich deren Unentschlossenheit des Öfteren etwas genervt – vor allem, was die Beziehung zwischen William und Eliza anging. Doch auch wenn man als Leser schon von Anfang an ,,ahnte“, wie es mit den Beiden enden würde, wollte man trotzdem wissen, wie es nun tatsächlich weiter gehen würde.
Den Bezug auf Schmetterlingskinder fand ich sehr schön. Die Stellen, in denen von Kathleens Baby die Rede war, das an dieser Krankheit litt, waren sehr einfühlsam geschrieben und würden sicherlich kein Auge trocken lassen.

Woran es meiner Meinung nach mit am meisten gemangelt hat, war der Glaube an Gott. Die Protagonisten haben sich immer ,,nach Lust und Laune“ an Gott gewandt, anstatt sich gänzlich Ihm anzuvertrauen. Dafür lag das Augenmerk oft auf Oberflächlichkeiten, nicht auf tiefsinnigeren Bereichen.

Fazit: Insgesamt hat mir dieser Roman trotz einiger Mängel recht gut gefallen, das Lesen war unterhaltsam und er ließ sich nicht schwer lesen. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen und ich denke, Liebhabern des Genres Historischer Roman würde dieser Roman gut gefallen!

Ich danke dem Brunnen Verlag herzlich für dieses Rezensionsexemplar!

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