Rezension: Durch Mark und Bein von Kathy Reichs

Endlich habe ich auch den vierten Tempe-Brennan-Roman gelesen – Durch Mark und Bein, der mich glücklicherweise wieder mehr überzeugen konnte. Nachdem der dritte Roman etwas enttäuschend gewesen ist, hat mir der vierte definitiv um Einiges besser gefallen.

Autorin: Kathy Reichs, 432 S., Heyne Verlag, Einband: Broschiert,          Neupreis: 9,99€, Originaltitel: Fatal Voyage

Inhalt: Flug 228 der TransSouth Air ist über Swain County, North Carolina, abgestürzt, und die forensische Anthropologin Tempe Brennan wird mit der Identifikation der Opfer betraut. Ein grausiger Fund in der Nähe des Unglücksorts bringt sie auf die Fährte eines schrecklichen Verbrechens … Auch in ihrem vierten Roman garantiert Kathy Reichs ihren Fans Nervenkitzel und Hochspannung – und eine Geschichte, die im wahrsten Sinne des Wortes durch Mark und Bein geht.

Meinung: Ich bin sehr froh darüber, dass ich endlich mit den Tempe-Brennan-Romanen vorankomme. Jedes Mal aufs Neue freue ich mich auf den nächsten Band, da man aus den Romanen von Kathy Reichs einerseits nicht wenig lernen kann, andererseits, da sie immer wieder spannend sind. Zudem interessiert es mich auch, wie es denn in ihrem Privatleben  weitergehen wird.

Wie auch in den Bänden zuvor fand ich auch in Durch Mark und Bein recht beeindruckend, dass Tempe sehr mutig und, trotz ihrer Furcht, waghalsig handelt. Zwar grenzt dies oft an unrealistisches Handeln (die meisten Menschen würden sich in Situationen, in denen Tempe sich des Öfteren befindet, vor Angst verkriechen), doch ich lese die Romane trotzdem gerne.
Denn ihr Charakter scheint nicht unrealistisch zu sein – auch sie hat Stärken und Schwächen, die man im wahren Leben nicht selten antrifft oder gar selber besitzt.

Der Schreibstil ist meist direkt und nicht schonend. Die Autorin macht keine unnötigen Worte, baut aber oft Spannung auf, indem sie auf etwas hindeutet, was möglich wäre, es aber erst nach einigen Sätzen/Seiten/Kapiteln direkt nennt, was den Leser lauter Verdachte entwickeln lässt, die später bestätigt, oder widerlegt werden, wenn nicht sogar in eine schlimmere Richtung gehen, als man gedacht hat.

Ganz interessant finde ich auch, dass die Romane aus der Ich-perspektive von Tempe nacherzählt werden, denn oft macht sie Andeutungen, wie z. B. ,,Aber es kam noch schlimmer“ (so in der Art, ich weiß nicht, ob genau dieser Satz einmal vorkam), was für noch mehr Spannung sorgt.

Trotz des recht trockenen und direkten Schreibstils kann man mit den Figuren mitfühlen – man liebt, hasst, freut sich oder trauert mit ihnen, was wiederum eine engere Beziehung zu den Charakteren aufbauen lässt.

Fazit: Insgesamt hat mir Durch Mark und Bein ganz gut gefallen. Wie ich es von den ersten beiden Bänden kenne, gab es auch hier viel Spannung, aber auch vieles, was man für sich mitnehmen konnte, da oft Gespräche über interessante Themen geführt wurden, von denen man bisher noch kaum bis gar nichts gewusst hatte. Dieser Band erhält von mir 4,5 von 5 Sternen und ich empfehle ihn auf jeden Fall weiter!

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