Rezension: Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald

Auch ich habe mich mal an einen Klassiker herangewagt – diesmal an Der große Gatsby von Francis Scott Fitzgerald. Diesen habe ich letztes Jahr zwar schon auf Englisch in der Schule lesen müssen, doch da bald meine Abiturprüfungen an der Reihe sind, darunter auch eine Englischprüfung, und dieser weltbekannte Roman ebenfalls relevant ist, habe ich mir die deutsche Version gekauft und nun auch gelesen.

DSC_0433Autor: Francis Scott Fitzgerald, 224 S., Anaconda Verlag, Einband: Gebunden, Neupreis: 4,95€, Originaltitel: The Great Gatsby

Inhalt: Als F. Scott Fitzgeralds famoser Roman »The Great Gatsby« 1925 erschien, erntete sein Autor von zahlreichen Schriftstellerkollegen hymnische Kritiken, doch erst die Nachkriegsjahrzehnte bescherten seinem Meisterwerk die weltweite Anerkennung, die es verdient. Ergreifend und mit subtiler Finesse erzählt Fitzgerald die Geschichte des schillernden Emporkömmlings Jay Gatsby, der auf seinem Anwesen rauschende Feste feiert, um seine einst verlorene Liebe zurückzugewinnen – eine Geschichte über die Macht großer Gefühle und das schmerzhafte Scheitern eines romantischen Traums. Diese Ausgabe präsentiert den grandiosen Klassiker der amerikanischen Literatur in neuer Übersetzung.

Meinung: In dem Roman über den reichen Jay Gatsby steht vor allem die tragische Liebesgeschichte zwischen ihm und der selbstsüchtigen, schönen Daisy im Vordergrund. Jahre nach ihrer Trennung und trotz ihrer Heirat mit Tom Buchanan versucht Gatsby alles Mögliche, um Daisy zurückzugewinnen. Er liebt das, was sie zusammen einst gewesen sind, und wünscht sich diese Zeit zurück.
Einerseits wünscht man sich als Leser, dass ihm dieses Glück widerfährt und Daisy sich für ihn entscheidet, denn seine Liebe zu ihr ist so groß, aber auch blind, wie man es sich kaum vorstellen kann.
Andererseits zeigt Daisy zum Schluss ihr ,,wahres Gesicht“ und als Leser ist man in gewisser Weise auch froh, dass sie nicht zu Gatsby zurückgekehrt ist.

Schon bei Nick Carraways, Gatsbys Nachbar, der diesen Bericht erzählt, erster Begegnung mit Daisy wird diese als jemand Besonderes dargestellt – sie ist ganz in Weiß, in einem wogendem und flatterndem Kleid, wodurch der Eindruck entsteht, sie wäre engelsgleich und undschuldig.
Mit der Zeit wird jedoch klar, dass sie kein perfektes Leben führt und selbst auch nicht vollkommen ist. Ihr Mann, Tom, hat eine Affäre, von der sie weiß, aber nichts dagegen unternimmt, denn sie will ihn nicht verlieren, was bedeuten würde, dass sie all den Luxus, den er ihr ermöglicht, nicht mehr haben könnte. Aus diesem Grund, dass Gatsby in der Zeit, als sie zusammen waren, nicht reich war, hat sie ihn damals auch nicht geheiratet.

Gatsby selbst ist sich dessen bewusst, dass aus dem oben genannten Grund keine gemeinsame Zukunft zwischen ihm und Daisy zustandegekommen ist. Umso mehr ist er davon überzeugt, dass sie nun zu ihm zurückkehren wird, jetzt wo er sehr reich und berühmt geworden ist.
Trotz seinem hohen Bekanntheitsgrad und seinem Reichtum hat Gatsby nicht viele Freunde. Auf seinen Partys, die er veranstaltet, um womöglich Daisy zu begegnen, kennen die Gäste meistens noch nicht einmal den Gastgeber. Doch darum schert er sich wenig.
In seinem neuen Nachbarn Nick findet er schließlich einen Freund, auch wenn Nick sich lange Zeit keine feste Meinung über Gatsby zu bilden vermag.
Schließlich erkennt er, dass Gatsby ein großes Herz hat, doch die meisten Menschen wären seiner nicht wert – noch nicht einmal Daisy.

In diesem Roman wird deutlich, wie viel der Materialismus für die meisten Menschen bedeutet. Und schnell wird klar, dass er nicht alles ist. Man kann alles besitzen – wie Gatsby – und schließlich doch allein und verlassen sein.
Aber einige sind bereit, wegen dem Materiellem Probleme und Schande auf sich zu nehmen – wie Daisy.

Fazit: Eigentlich ließe sich noch so viel mehr über Der große Gatsby schreiben, doch wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht, wie ich all meine Eindrücke in Worte fassen sollte. Das Lesen dieses alten Romans hat mir gefallen – einerseits ist er leicht zu lesen, andererseits werden sehr tiefgründige Themen angesprochen – und somit vergebe ich 4,5 von 5 Sternen.

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7 Gedanken zu “Rezension: Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald

  1. Ich muss zugeben, ich habe den Gatsby, der eine meiner „Bibeln“ ist schon mehrfach gelesen. Das erst Mal wohl so in Deinem Alter 😉 Das ist nun schon ein Weilchen her. Die Liebesgeschichte fungiert meiner Meinung nach zwar als Dreh- und Angelpunkt, tatsächlich geht es aber um alles, was mit unserer Identität zu tun hat. Und auch der Materialismus, den Du ansprichst, der so wichtig ist für viele Menschen, hat seinen zentralen Platz. Denn damals wie heute gilt, was der Mensch hat, ist wichtig. Aber interessant war für ich doch immer eines: wer ist dieser Gatsby eigentlich? Er ist schwer greifbar, macht sein Geld mit dubiosen Geschäften, hat eine nebulöse Herkunft … und versucht sich eine neue Identität zu schaffen. The american way of life. Daneben noch die gesellschaftliche Struktur im Amerika der damaligen Zeit … äußerst vielschichtig und wie Du schreibst, schwer in Worte zu fassen. Schön, dass dieser Roman auch heute noch wichtig ist!

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