Rezension: Kein Job für eine Lady von Cathy Marie Hake

Jetzt, wo ich nicht mehr zur Schule muss und viel freie Zeit habe, lese ich eindeutig mehr als vorher. So habe ich Kein Job für eine Lady von Cathy Marie Hake innerhalb von einem Abend und einem Tag durchgelesen. Es ist eine amüsante Liebesgeschichte für zwischendurch, die sich gut lesen lässt, wenn einem gerade nach etwas Aufheiterndem zumute ist.

Autorin: Cathy Marie Hake, 304 S., Francke Verlag, Einband: Paperback, Neupreis: 12,95€, Originaltitel: Fancy Pants

Inhalt: Nach einer geplatzten Verlobung sitzt die britische Lady Sydney Hathwell mittellos in Amerika fest. Nach England zurückzukehren kommt für sie nicht in Frage – seit dem Tod ihrer Eltern hat sie dort kein Zuhause mehr.
Was bleibt ihr also anderes übrig, als einen Verwandten in Texas um Hilfe zu bitten? Onkel Fuller ahnt nicht, dass Sydney auch ein weiblicher Vorname sein kann. Er lädt den vermeintlichen „Neffen“ auf seine Ranch ein und macht deutlich, dass ihm eine Frau niemals willkommen wäre. Die verzweifelte junge Lady sieht keinen anderen Ausweg: Sie verkleidet sich als Mann.
Bei ihrer Ankunft auf der Ranch muss sie feststellen, dass ihr Onkel überhaupt nicht da ist. Bis zu seiner Rückkehr führt der Vorarbeiter Tim Creighton die Geschäfte. Und der beschließt, aus dem „eitlen Geck“ einen richtigen Kerl zu machen. Tapfer versucht Sydney ihre Maskerade aufrechtzuerhalten. Doch wird sie ihr Geheimnis wirklich für sich behalten können?

Meinung: Dies ist mein zweiter Roman von Cathy Marie Hake. Bereits beim Lesen meines ersten war mir so gut wie klar, dass ihre Romane eher der Unterhaltungsliteratur zu verschreiben sind. Es ist eine Liebesgeschichte, bei der einem klar ist, wie das Ganze ungefähr enden wird, doch trotzdem ist der Roman unterhaltsam.

Die Protagonistin Sydney ist meiner Meinung nach ein Charakter, auf den einige klischeehafte Eigenschaften zutreffen: sie ist schön, mutig und so gut wie perfekt. Das, was sie getan hat (sich als Jungen zu verkleiden), trifft man heute nicht oft an und erst recht nicht in der damaligen Zeit (19. Jh.) – was jedoch nicht heißen soll, dass es solche Situationen nie gegeben hat.

Der erste Teil des Romans, in dem Sydneys Verkleidung noch nicht aufgedeckt wurde, hat mir ehrlich gesagt am besten gefallen, dieser Teil war der witzigste und unterhaltsamste. Nach diesem beginnt so langsam die Liebesgeschichte zwischen Sydney und Tim, was mir auch etwas zu klischeehaft abgelaufen ist. Außerdem wurde die Beziehung zwischen den beiden oft etwas nervig – mal mochte Tim sie, mal nicht. Dieses ganze Hin und Her ließ mich den Roman hin und wieder aus der Hand legen.

Der Verlobte, der für Sydney von ihrem Vater vorgesehen war, wurde fortwährend als ,,Bösewicht“ dargestellt, doch zum Schluss war er plötzlich beinahe nett – auf eine Weise, die dies nicht wirklich realistisch aussehen ließ. Sein Plan war, Sydney aufgrund ihres Titels zu heiraten, doch innerhalb von zwei Seiten wurde eine Lösung für sein Problem gefunden (Sydney wollte ihn nämlich auf keinen Fall heiraten), was mir etwas zu schnell ging. Insgesamt machten die Charaktere dadurch einen recht naiven Eindruck auf mich.

Einige Charaktere, darunter auch Tim, waren Christen. Es hat mir gefallen, dass oft Gott in die Gespräche und Handlungen einbezogen wurde, doch das Verhalten der Christen in diesem Roman war meiner Meinung nach nicht immer christlich. Ohne die Gespräche über Gott wäre ich nicht auf den Gedanken gekommen, sie wären Christen.

Fazit: Schlussendlich lässt sich sagen, dass Kein Job für eine Lady und unterhaltsamer Roman ist, der amüsante, aber auch ernstere Seiten aufweist, jedoch nicht besonders tiefgründig ist. Dadurch lässt er sich recht leicht lesen und bringt den Leser nicht selten zum Lachen. Ich vergebe dem Roman 4 von 5 Sternen, da es Einiges gab, was mir nicht gefallen hat, doch die ,,guten Seiten“ am Roman wogen das Ganze wieder auf.

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