Rezension: Der Duft von Karamell von Siri Mitchell

Die letzten Tage bin ich kaum zum Lesen gekommen, weshalb ich für Der Duft von Karamell von Siri Mitchell länger gebraucht habe als geplant. Heute konnte ich aber wieder etwas mehr Zeit zum Lesen einplanen, so dass ich das Buch beenden konnte. Anfangs habe ich ganz und gar nicht damit gerechnet, doch jetzt, wo das Buch ausgelesen ist, stimmt es mich etwas traurig, dass meine Zeit, die ich mit den Protagonisten Lucy und Charlie verbracht habe, vorbei ist.

Autorin: Siri Mitchell, 384 S., SCM Hänssler Verlag, Einband: Paperback, Neupreis: 6,95€, Originaltitel: Unrivaled

Inhalt: Lucy Kendall kehrt nach einer Europareise nach Hause zurück und erlebt eine böse Überraschung: Ihr Vater ist erkrankt und mit der Bonbonfabrik ihrer Familie ging es während ihrer Abwesenheit bergab. Lucy hat nur noch ein Ziel: Sie wird eine neue Süßigkeit erfinden und den Betrieb wieder zum Erfolg führen. Doch die Konkurrenz hat mit dem charmanten Charlie Clark einen sehr zielstrebigen Mitarbeiter eingstellt. Und was passiert, wenn plötzlich Gefühle ins Spiel kommen?

Meinung: Um ehrlich zu sein konnte ich mir anfangs gar nicht vorstellen, dass mir dieses Buch gefallen könnte. Die ersten hundert Seiten etwa machten mir den Einstieg in die Geschichte nicht besonders leicht, doch vor mir lagen noch fast dreihundert Seiten – ich wusste nicht, ob ich auf Besserung hoffen sollte oder nicht. Doch plötzlich fing es dann an, spannender und spannender zu werden und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Die Kapitel werden abwechselnd aus den Perspektiven von Lucy Kendall und Charlie Clarke geschrieben, somit kennt man beide Charaktere schon bevor sie sich zum ersten Mal begegnen. Man erhält Hintergrundinformationen, was einem die gegenwärtigen Situationen der beiden klarer gemacht hat. Dies machte einem auch die Beziehung zwischen den Clarkes und den Kendalls nachvollziehbar, somit war es sehr interessant mitzuverfolgen, wie die Begegnungen zwischen Lucy und Charlie ablaufen würden, da diese entweder von Ab- oder Zuneigung geprägt waren.

Interessant war jedoch auch zu beobachten, wie sich Charlie, der an ein armes Leben gewohnt war, in ein Leben voller Reichtum eingelebt hat. Man hat außerdem eine Wandlung seines Charakters bemerken können und mit der Zeit wurde er einem immer sympathischer.
Lucy hingegen ist sorglos und glücklich aufgewachsen – zu einer ungewöhnlichen Dame. Anstatt einfach zu heiraten, wie es von ihr erwartet wurde, und ein angenehmes Leben zu führen, war sie bereit, die Firma ihres Vaters zu übernehmen und war zu allem bereit, diese vor dem Ruin zu retten. Auch sie ist mir mit der Zeit immer mehr ans Herz gewachsen. Eine besondere Eigenschaft an ihr war, dass sie eigene Fehler einsehen konnte und auch versucht hat, diese wiedergutzumachen.

Im Nachwort erwähnt die Autorin, dass das Süßigkeitengeschäft früher tatsächlich ein sehr ernstes war und oft Feindschaften zwischen den Konkurrenten herrschten. Außerdem beruht auch die Tatsache, dass Charlies Mutter sich von seinem Vater hat scheiden lassen und mit ihren Kindern kaum über die Runden gekommen ist, auf wahren Begebenheiten. Zwar denkt man heutzutage, dass Scheidung in der Vergangenheit nur selten der Fall war, doch dies stimmt scheinbar nicht ganz. Ich fand es sehr gut, dass Siri Mitchell aus wahren Tatsachen eine eigene Geschichte ausgedacht hat – dies gibt dem Leser eine Vorstellung davon, wie es damals gewesen sein könnte.

Beide Protagonisten sind keine besonders gläubigen Menschen. Zum Ende hin wenden die beiden sich jedoch an Gott, denn sie sehen ein, dass ein Mensch Gott in seinem Leben braucht. Insgesamt ist der Glaube an Gott während der gesamten Handlung (leider) nur Nebensache.

Fazit: Zusammenfassend finde ich, dass Der Duft von Karamell ein gelungener Roman ist, der einen zum Lachen, aber auch etwas zum Nachdenken bringt. Er ist sehr unterhaltsam und weist zwischendurch auch überraschende Wendungen auf, die die Spannung steigen lassen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und ich empfehle ihn euch gerne weiter!
Außerdem danke ich dem SCM Hänssler Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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