Rezension: Aus heiterem Himmel von Kirsten Winkelmann

Vor einiger Zeit habe ich bereits Zwei Leben – Eine Liebe, Als gäbe es kein Gestern und Zwischen Treue und Verrat von Kirsten Winkelmann gelesen und jedes Mal hat sie mich aufs Neue mit ihren Büchern begeistern können. Ihr zuletzt neu erschienener Roman heißt Aus heiterem Himmel, den ich nun auch gelesen habe.Ehrlich gesagt habe ich sehr lange Zeit überlegt, ob ich ihn lesen sollte oder nicht, denn er handelt von einem Flugzeugabsturz und ich habe schon einige Romane gelesen, deren Handlung genau dieses Motiv enthalten hat – ich war mir nicht sicher, ob ich mir so einen weiteren Roman ,,antun“ wollte. Letztendlich habe ich mich aber dafür entschieden und bin froh sagen zu können, dass Kirsten Winkelmann mich auch dieses Mal nicht enttäuscht hat.

Autorin: Kirsten Winkelmann, 640 S., Gerth Medien Verlag, Einband: Hardcover, Neupreis: 17,99€

Inhalt: Fremdsprachensekretärin Theresa führt eigentlich ein beschauliches Leben – wäre da nicht ihr fieser Chef Max Tanner, der unerfüllte Wunsch nach einer Familie und der nervige Stalker, der sie immer wieder belästigt. Eine Geschäftsreise nach Australien kommt da als Ablenkung gerade recht. Doch dann stürzt die Maschine aus ungeklärten Gründen irgendwo im Nirgendwo zwischen Indonesien und Australien ab.
Wie durch ein Wunder überleben Theresa, ihr Chef und noch zwei Dutzend andere Passagiere und können sich auf eine einsame Insel retten. Als die erhofften Rettungsmannschaften ausbleiben, müssen die Überlebenden sich irgendwie organisieren. Wie soll es weitergehen, wer beherrscht die nützlichsten Überlebenstechniken, wer wird der Anführer der Gruppe? Bald stellt sich heraus, dass das begrenzte Nahrungsangebot das geringste Problem ist …

Meinung: Aus heiterem Himmel habe ich gestern angefangen zu lesen und – wer hätte das gedacht – heute beendet. Von der ersten Seite an wurde ich mitgerissen, ich musste einfach weiterlesen, denn von Seite zu Seite stieg die Spannung immer mehr. Mit seinen 640 Seiten könnte man meinen, der Roman weise sicherlich einige Längen bzw. langatmige Stellen auf, doch glaubt mir, das kam nicht vor. Ich kann nicht behaupten, dass auch nur eine Seite zu wenig sei.

Die Protagonistin Theresa habe ich auf Anhieb gemocht. Sie war einfach liebenswürdig, hat an erster Stelle immer an die Anderen und nicht an sich selbst gedacht und war in ihrem Verhalten so vorbildlich, dass man sich nicht nur einmal gewünscht hat, wenigstens ein wenig so zu sein wie sie. Besonders schön fand ich an ihr, dass sie immer bestrebt war, ihr Leben so zu leben, wie es in der Bibel gelehrt wird, wofür sie sich auch nicht geschämt hat. Dadurch, dass sie ihren Mitmenschen ein Leben nach der Bibel vorgelebt hat, hat sie einige von ihnen zum Nachdenken gebracht.

Ein anderer wichtiger Charakter in der Geschichte war Maximilian, kurz Max und Theresas Chef. Wenn man einen Vergleich zwischen seiner Persönlichkeit am Anfang und seiner Persönlichkeit am Ende des Romans aufstellt, kann man kaum glauben, dass es ein und derselbe Mensch sein soll. Aus seiner arroganten und egozentrischen wird plötzlich eine rücksichtsvolle und einfach liebenswürdige Art.

Sehr interessant fand ich außerdem, wie die Autorin das Leben der Überlebenden auf der unbewohnten Insel beschrieben hat. Man merkt, dass sie viel dafür recherchiert haben muss, denn es werden so viele verschiedene faszinierende Dinge erwähnt, die gleichzeitig detailreich beschrieben werden, dass man sie beim Lesen förmlich vor Augen hat. Zum Teil konnte ich am Ende auch Theresas Bedauern, dass die Zeit auf der wunderschönen Insel vorbei sein soll, gut nachvollziehen.

Trotz der hin und wieder düsteren Stimmung oder der gefährlichen Situationen hat mir die Atmosphäre, in die man während des Lesens abgetaucht ist, sehr gefallen, was nicht zuletzt an den Protagonisten lag, die ich mit der Zeit immer mehr ins Herz geschlossen habe.
Amüsant war das Lesen auch, denn die Dialoge brachten mich oft zum Lächeln, wenn nicht zum Lachen.
Es war zudem sehr schön, dass Theresa immer ein zu ihrer Lage passender Bibelvers oder eine biblische Begebenheit in den Sinn gekommen ist.

Fazit: Dieser Roman ist mit Sicherheit einer, den man nicht so schnell vergisst. Durch die über 600 Seiten bin ich regelrecht geflogen, anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen ausgelesen habe. Man findet hier alles, was in einem guten Roman enthalten sein sollen und ich kann ihn jedem von euch nur wärmstens ans Herz legen.
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Einen großen Dank an den Gerth Medien Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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