Rezension: Mein Herz bleibt bei dir von Kim Vogel Sawyer

Leider habe ich mir im Juli dieses Jahres nicht so viel Zeit fürs Lesen genommen wie erhofft, weswegen ich in diesem Monat erst fünf Bücher gelesen – ein Bruchteil dessen, was ich in den vergangenen Monaten an Büchern geschafft habe. Jedoch will ich nicht herumjammern, sondern euch von dem tollen Roman Mein Herz bleibt bei dir erzählen, dem Nachfolgeband von Mein Herz wird immer nach dir suchen, welches ich ebenfalls diesen Monat gelesen und auch bereits rezensiert habe.

Autorin: Kim Vogel Sawyer, 368 S., SCM Hänssler Verlag, Einband: Paperback, Neupreis: 6,95€, Originaltitel: In Every Heartbeat

Libby, Bennett und Pete sind im selben Waisenhaus aufgewachsen. Die drei Freunde haben große Träume für ihre Zukunft und tragen schwer an ihrer Vergangenheit und an dem Gedanken, dass ihre Eltern sie im Stich gelassen haben. In einer Welt, die kurz vor dem Ersten Weltkrieg steht, versucht jeder von ihnen einen Platz zu finden. Plötzlich entdeckt Libby ein dunkles Geheimnis in Petes Vergangenheit. Wird ihre Freundschaft daran zerbrechen oder kann etwas Neues entstehen?

Der erste Band hatte mir bereis recht gut gefallen, was mich auch auf den zweiten Teil gespannt machte. Da in der Inhaltsbeschreibung nichts in dieser Richtung erwähnt wurde, war ich überrascht, als ich viele Charaktere aus dem ersten Band wieder getroffen und mehr über den weiteren Verlauf ihres Lebens erfahren habe. Jedoch standen diesmal definitiv die drei Waisen, mittlerweile Erwachsene, Libby, Pete und Bennett im Vordergrund. Die Beziehung zwischen den dreien war eine ganz besondere, denn sie waren beste Freunde von Kindheit an. Mit der Zeit hat sich die Beziehung zwischen Libby und Pete jedoch in eine andere Richtung entwickelt – in eine Beziehung, die mich stark an die zwischen Anne und Gilbert (von Anne auf Green Gables) erinnert hat. Da Anne schon sehr lange Zeit, was sowohl Buch als auch Film betrifft, zu meinen Lieblingen gehört, konnte ich nicht anders als auch Libby und Pete schnell ins Herz zu schließen – jedoch nicht nur wegen Anne.
Die beiden waren mir von Beginn an sympathisch, denn beide schienen mir interessante und liebenswürdige Menschen zu sein. Jedoch fiel es mir nicht besonders leicht, Bennett zu mögen, denn er schien ein eher leichtsinniger und egozentrischer Junge zu sein. Schnell erfährt man, dass alle drei keine zum Teil keine schöne Kindheit hinter sich hatten, was einen bald Mitgefühl für sie empfinden ließ.
In diesem Roman konnte man viele verschiedene und vielseitige Charaktere antreffen, was die Handlung noch interessanter machte. Doch leider gab es auch Stellen, die in die Länge gezogen wurden, was mir zuweilen das Lesen etwas erschwerte. Außerdem war die Handlung oft vorhersehbar, wodurch die Spannung meist schon frühzeitig gelegt wurde.
Zum Ende hin haben sich einige Charaktere mehr und intensiver mit Gott und dem Glauben auseinandergesetzt, was mir sehr gefallen hat. Sie sind zu bereichernden Erkenntnissen gekommen und haben angefangen, Gott zu vertrauen und somit den Leser zum Nachdenken gebracht.

Trotz einiger negativer Aspekte muss ich sagen, dass der Roman mir gefallen hat – er hat mich unterhalten und die Protagonisten sind mir schnell ans Herz gewachsen. Von mir gibt es ★★★★☆ Sterne.
Einen herzlichen Dank an den SCM Hänssler Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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