Rezension: Die Zeitungsfrau von Veit Heinichen

Ich lese Kriminalromane recht selten und dann gibt es Momente, in denen ich gerne wieder einen lesen würde. So ging es mir vor kurzem auch und meine Wahl fiel auf Die Zeitungsfrau von Veit Heinichen – der Klappentext hat mich sehr gespannt gemacht und allein schon die Aufmachung des Buches ließ mich denken, dass es ein guter Roman sein würde.

Autor: Veit Heinichen, 352 S., Piper Verlag, Einband: Gebunden, Neupreis: 20,00€

Der kapitale Raubzug im Freihafen von Porto Vecchio trägt die Handschrift seines alten Feindes Diego Colombo – Commissario Laurentis Jagdeifer ist geweckt. Insgeheim nötigt ihm die Präzision des Verbrechens zwar einigen Respekt ab – doch ein Unschuldiger stirbt, und Proteo Laurenti ist entschlossen, Diego, an dessen angeblichen Selbstmord er nie geglaubt hat, endlich die Handschellen anzulegen. Was für einen Grund aber könnte Diego haben, nach so vielen Jahren seine Tarnung unnötig aufs Spiel zu setzen? Habgier, Leichtsinn? Oder vielleicht Rache? Laurenti begreift, dass er die Antwort auf diese Frage in den feineren Kreisen Triests finden wird, zu denen Diegos Komplizen von einst längst gehören …

Die ersten etwa hundert Seiten lassen den Leser sehr vieles über viele verschiedene Charaktere erfahren, was verwirrend sein kann, doch es lässt sich immer noch durchsteigen. Oft kehrt die Perspektive dann zu Proteo Laurenti, Teresa Fonda und Daria zurück, die alle aus verschiedenen Gründen in dem vorliegenden Fall verwickelt sind. Anfangs hatte ich einige Probleme damit, die Charaktere auseinanderzuhalten und Zusammenhänge zu erschließen, weil man sehr mit Informationen überhäuft wurde, doch mit der Zeit konnte ich mir einiges selbst erschließen, was aber nicht ausschließen lässt, dass man so einiges übersehen könnte.
Die Charaktere, vor allem Laurenti und Teresa, machten es mir außerdem kaum möglich, eine besondere Sympathie für sie aufbringen zu können. Dazu ist beim Lesen eine undurchdringliche Atmosphäre entstanden, so dass ich mich nicht in die Charaktere hineinversetzen konnte. Viel mehr bestand zwischen Leser und der Handlung eine Distanz, die schwer zu überbrücken war. Die Geschichte kam an einigen Stellen sehr sarkastisch rüber, was mich dem Ganzen noch mehr entfremdet hat.
Wenn sich das Augenmerk dann aber auf den Fall selbst und dessen Aufklärung gerichtet hat, wurde es spannender. Es hat mich interessiert, was all die erwähnten Leute denn damit zu tun hätten und ich wollte wissen, wie es denn ausgehen würde.

Leider ist dieser Roman so ganz anders, als ich es erwartet habe und ich kann auch nicht sagen, dass er mir gefallen hat. Ich konnte mit der Handlung und den Charaktere einfach nicht warm werden und deswegen gibt es von mir 3 von 5 Sterne.
Einen herzlichen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

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3 Gedanken zu “Rezension: Die Zeitungsfrau von Veit Heinichen

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