Rezension: Vierundzwanzig Stunden von Guillaume Musso

Vor etwa einem halben Jahr habe ich auf der Verlagsseite von Piper gesehen, dass im Juni ein neuer Roman von Guillaume Musso herauskommt, was mich natürlich sehr erfreut hat, denn seit ich meinen „ersten Musso“ gelesen habe, zählt er für mich zu den liebsten Autoren. Ich war sehr gespannt auf Vierundzwanzig Stunden, denn der Klappentext war bereits sehr spannend formuliert und auch wenn ich mir unter diesem etwas ganz anderes vorgestellt habe, ist es doch ein sehr spannender und gelungener Roman geworden – mal wieder.

Autor: Guillaume Musso, 384 S., Piper Verlag, Einband: Broschiert, Neupreis: 16,99€ , Originaltitel: L’instant présent

Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Um sich ihr Studium zu finanzieren, arbeitet sie in einer Bar in Manhattan. Dort macht sie eines Abends die Bekanntschaft eines faszinierenden, aber rätselhaften Mannes: Arthur Costello. Der junge Arzt hat eine ungewöhnliche Bitte: Lisa soll ihm dabei helfen, als Krankenschwester verkleidet seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Sie lässt sich auf das Abenteuer ein. Zwar gelingt die nächtliche Aktion, doch verliert sie Arthur dabei aus den Augen. Erst ein Jahr später soll sie ihm wieder begegnen, aber diesmal ist sie es, die seine Hilfe braucht. Aus den beiden wird ein Liebespaar. Bald stellt sich heraus, dass Arthur kein Mann ist wie jeder andere. Er offenbart ihr sein schreckliches Geheimnis, und von nun an kämpfen beide gemeinsam gegen einen unerbittlichen Feind – die Zeit …

Bereits aus dem Klappentext lässt sich darauf schließen, dass es sich auch bei diesem Buch von G. Musso um einen spannungsgeladenen Liebesroman handelt, worin man auch nicht enttäuscht wird. Was mich jedoch (anfangs) verwirrt hat, war, dass die Geschichte nur aus Arthurs Perspektive erzählt wurde, denn ich bin ständigen Perspektivwechsel bei seinen Romanen gewohnt. Trotzdem habe ich mich bald daran gewöhnt und ich fing an, den nächsten Kapitel entgegenzufiebern.

[Achtung! Folgender Absatz enthält Spoiler!]
Da ich so gar keine Fantasyleserin bin, hat es mich außerdem gestört, dass Arthur in seinem Leben plötzlich Zeitsprünge erlebt hat, was natürlich ganz und gar unrealistisch ist. Ich mag es nicht, wenn ich mir etwas nicht vorstellen kann, und für vierundzwanzig Stunden auf der Welt bzw. unter Menschen zu sein und dann für etwa ein Jahr einfach nicht zu existieren – das kann man sich nicht vorstellen, oder? Klar, in Büchern ist „alles“ möglich, aber ich mag es eben am liebsten, wenn sie mehr oder weniger realistisch bleiben.

Was mich dann jedoch überrascht hat, war das Ende, mit dem ich so gar nicht gerechnet habe. Dies war dann wieder ein positiver Punkt, denn es war überraschend und hat dem Leser deutlich gemacht, dass Vierundzwanzig Stunden tatsächlich kein Fantasyroman ist – was mich natürlich sehr gefreut hat.

Die Charaktere in diesem Buch haben für viel Abwechslung gesorgt, denn sie waren sehr unterschiedlich und oft undurchschaubar, aber normale Menschen eben. Besonders herausragend waren, wie ich finde, der Großvater und Arthurs Ehefrau Lisa. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass der Autor den Lesern mit seinem Roman folgende Nachricht übermitteln wollte:
Man braucht Menschen um sich herum, die einen lieben und die man selbst liebt, denen man vertrauen kann und die einem auch vertrauen.
Dem kann ich nur zustimmen.

Vierundzwanzig Stunden ist ein sehr spannender, aber auch gefühlvoller Roman, der vor allem mit einem unvorhersehbaren Ende überrascht.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.
Einen herzlichen Dank an den Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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2 Gedanken zu “Rezension: Vierundzwanzig Stunden von Guillaume Musso

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