Rezension: Stille Nacht von Titus Müller

Es ist zwar noch lange nicht Weihnachten (obwohl – die Zeit verfliegt eigentlich doch immer recht schnell), aber trotzdem hatte ich Lust, dieses weihnachtliche Buch Stille Nacht von Titus Müller zu lesen, in dem man in Romanform erfährt, wie das weltbekannte Lied „Stille Nacht“ denn entstanden ist. Interessant war es auf jeden Fall!

Autor: Titus Müller, 160 S., Gerth Medien/adeo Verlag, erschienen im: Aug.’15, EInband: gebunden, Neupreis: 9,99€

Die letzten Töne des Liedes hallten nach. Dann war es still in der Kirche. Die Leute sahen mit großen Augen zur Krippe hin. Endlich kamen Einzelne und bedankten sich. Es wurden immer mehr, sie wollten unbedingt Josephs Hand schütteln und die von Franz.
„Stille Nacht, heilige Nacht“ – am Heiligabend 1818 erklang das Lied zum ersten Mal. Heute gilt es als das bekannteste Weihnachtslied der Welt. Eingewoben in eine Erzählung voller Licht und Schatten, Brüche und Versöhnung erzählt Titus Müller, wie es entstand.

‚Stille Nacht, heilige Nacht‘ ist eines der erfolgreichsten Lieder der Welt. Und immer wieder berührt es die Menschen, die es singen. Wo kommt es her? Und wem verdanken wir den Text und die Melodie? Das hat mich interessiert. – Diese Frage war es, die Titus Müller dazu animiert hat, diesen Roman zu schreiben. Es ist jedoch nicht einfach nur ein Roman, sondern ein Werk mit Liebe zum Detail, für das viel Recherche von Nöten war. Der Protagonist Joseph erwacht hier wieder zum Leben (wenn man bedenkt, dass er seit über hundert Jahren schon tot ist) und es ist sehr interessant zu lesen, wie das Leben damals war. Was mich besonders überrascht hat, auch wenn ich es vorher schon gewusst habe, war, dass die Menschen damals so sehr abergläubig waren und verschiedene traditionelle Rituale hatten, um das Böse abzuwenden oder milder zu stimmen. Außerdem war der Unterschied zwischen Arm und Reich viel deutlicher, nach außen hin jedenfalls.

Wenn man dem Autor Glauben schenken darf, stellt man bald fest, dass die Menschen früher definitiv öfter und regelmäßiger zur Kirche gingen, ob freiwillig oder nur aus Gewohnheit wird dabei nicht klar.
Man kann außerdem sehen, dass das Leben damals viel schwerer war und nicht so angenehm, wie bei uns heute, beklagen tun sich viele von uns heute aber nicht weniger. Vielleicht war das auch ein Grund, warum sie sich so viel mehr nach einem Gott sehnten, der ihnen in ihrem nicht leichten Leben eine Hilfe sein würde.
Wenn man das Nachwort des Autors liest, merkt man, dass er viele Fakten aus dem echten Leben des Joseph Mohr mit eingebunden hat, was das Lesen noch interessanter und informativer gemacht hat.

Insgesamt hat mir Stille Nacht ganz gut gefallen, es ist ein interessanter historischer Roman mit Tiefgang, den ich auf jeden Fall weiterempfehle!
Ich vergebe 4 von 5 Sterne.
Einen lieben Dank an den Gerth Medien Verlag für das Rezensionsexemplar!

Advertisements

Ein Gedanke zu “Rezension: Stille Nacht von Titus Müller

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s