Rezension: Unter dem Sternenhimmel von Elisabeth Büchle

Letzten Winter habe ich das Buch „Unter dem Polarlicht“ von Elisabeth Büchle gelesen und es hat mir so gefallen, dass ich es vor Freude kaum glauben konnte, als der zweite Band Unter dem Sternenhimmel erschien. Ich finde, Elisabeth Büchles Bücher sind oft ein wenig „kitschig“, einfach weil es oft etwas klischeehafte Liebesgeschichten sind, um die es geht, aber ihre Art, diese Geschichten zu erzählen, ist so besonders und anders, dass ich ihre Bücher immer wieder gerne lese. Ihre Geschichten gehen einem einfach zu Herzen – so auch dieses Buch.

dsc_0285Autorin: Elisabeth Büchle, 208 S., Gerth Medien, erschienen im: August 2016, Einband: Taschenbuch, Neupreis: 12,99€

Noa erhält endlich die Chance, ihren großen Traum zu verwirklichen. Sie eröffnet in Freiburg ein Café mit Bücher- und Dekoshop. Alles läuft prima an, und Noa hofft, dass sie endlich eine Heimat gefunden hat. Doch dann wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Erneut muss sie gegen die Schatten ankämpfen, die sie hinter sich gelassen zu haben glaubte …
Der Schreiner Jonas hilft Noa bei der Einrichtung des Cafés in der alten Stadtvilla und fühlt sich bald sehr zu ihr hingezogen. Aber irgendetwas an Noa ist seltsam und beunruhigt ihn. Wer ist diese Frau, für die seine Freunde Chiara und Florian so viel riskiert haben?
Die ersten Kapitel des Buches schienen mir nicht besonders vielversprechend, vielmehr war mir die Protagonistin Noa anfangs zu naiv und verschüchtert. Ehrlich gesagt, sind dies Eigenschaften, mit denen ich auch mich beschreiben würde, doch ich kann nicht behaupten, dass es mir gefällt, weshalb es mir bei Charakteren in Büchern umso weniger gefällt.
Auf der anderen Seite habe ich Noa schnell ins Herz schließen müssen, weil sie eine liebenswürdige Person war und außerdem in ihren jungen Jahren schon viel Unschönes erlebt hat.
Sehr schön fand ich, dass Noas verstorbene Pflegemutter Martina dieser schon von klein auf von Gott erzählt hat. Zwar hat sich Noa in den letzten Jahren von Gott entfernt, doch ihre neue Lebenssituation hat sie einige Male zum Nachdenken gebracht und durch ihre Mitmenschen ist sie wieder öfter mit Gott und dem Glauben in Berührung gekommen.
Indem sie Gott wieder anfing zu vertrauen, hat sich ihr Leben wieder zum Besseren gewendet und sie hat endlich Menschen getroffen, die sie so annahmen, wie sie war, und wahre Herzlichkeit und Liebe für sie empfanden, ohne etwas dafür zu verlangen.
Ich fand es außerdem sehr angenehm, einige der Charaktere aus dem Band davor wiederzutreffen, auch wenn mir diese – vor allem Chiara – nicht so sympathisch waren wie im ersten Buch. Dennoch war es interessant zu erfahren, wie es mit ihnen weitergehen würde. Auf jeden Fall hoffe ich, dass es demnächst einen weiteren Band geben wird. Wer weiß?
Dem Leser ist von Anfang an klar, dass in Noas Vergangenheit etwas vorgefallen sein muss, wovor sie nun auf der Flucht ist. Zum Ende hin erfährt man ntürlich, was es ist, und ich finde es sehr gelungen, wie Elisabeth Büchle dies in ihre Geschichte mit eingebaut hat. Es war nichts Überdramatisches, aber doch „schlimm genug“, um davor wegzulaufen. Was ich damit sagen will, man findet in diesem Buch nicht „zu viel Aufgesetztes“, es wird mit der Spannung nicht übertrieben und auch die Liebesgeschichte kommt nicht zu kurz – diese steht wohl eher im Mittelpunkt.
Dieses Buch hat mir, besonders zum Schluss, sehr gefallen, je weiter ich las, umso weniger wollte ich es weglegen, denn ich musste einfach wissen, wie es weitergehen würde. Dieser Band hat mir auf jeden Fall nicht weniger als der erste gefallen, ich habe ihn sehr gerne gelesen und bin wieder einmal davon überzeugt worden, dass Elisabeth Büchle eine wundervolle Autorin ist.
Von mir gibt es 5 von 5 Sterne.
Außerdem danke ich dem Gerth Medien Verlag für dieses Rezensionsexemplar!
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