Rezension: Die Tochter des Hauslehrers von Julie Klassen

Vielleicht hat der eine oder andere von euch schon mal gelesen, dass ich mich immer wieder auf die Bücher von Julie Klassen freue. So war es auch vor Die Tochter des Hauslehrers. Angefangen hat die Geschichte sehr vielversprechend, doch im Laufe der Handlung musste ich leider feststellen, dass das Buch leider doch nicht so gut ist, wie ich gehofft hatte.

Autorin: Julie Klassen, 480 S., SCM Hänssler Verlag, erschienen am: 24.06.2013, Einband: Paperback, Neupreis: 9,95€, Originaltitel: The Tutor’s Daughter

Emma Smallwood ist fest entschlossen, ihrem Vater zu helfen, als dessen Privatschule schließen muss. Sie begleitet ihn zum Herrenhaus eines Barons und seiner vier Söhne, hoch oben über der Steilküste Cornwalls. Doch kurz nach ihrer Ankunft geschehen merkwürdige Dinge. Wer spielt Klavier mitten in der Nacht? Wer schleicht sich in Emmas Schlafzimmer und hinterlässt geheimnisvolle Hinweise? Die beiden älteren Söhne des Barons kennen Emma noch aus ihrer eigenen Schulzeit. Jetzt aber fühlt sich einer von ihnen unwiderstehlich zu ihr hingezogen. Als sich die Merkwürdigkeiten häufen, muss sich Emma entscheiden, welchem Bruder sie trauen kann.

Die Entscheidung, dieses Buch zu lesen, war eine ganz spontane. Ich habe mir gedacht, es wäre mal wieder Zeit, ein Buch von Julie Klassen zu lesen und so habe ich das dann auch getan.
Ich fand es ganz erfrischend, über eine Protagonistin zu lesen, die sehr vernünftig ist und sich nicht (nur) von ihren Gefühlen leiten lässt. Genau diese Eigenschaft kam ihr bei ihrer Arbeit als Lehrerin in der Jungenschule ihres Vaters sehr gelegen. Ein weiterer Punkt, der mir Emma um Einiges sympathischer machte, war, dass sie eine begeisterte Leserin war. Man merkt schnell, dass diese Seiten an ihr die junge Frau zu etwas „Besonderem“ machten, denn das viele Lesen von tiefsinnigen und lehrreichen Büchern beispielsweise war für Damen damals so gar nicht üblich.

Als Emma und ihr Vater schließlich auf Ebbington Manor sind, entwickelt sich mit der Zeit eine Beziehung zwischen ihr und einem der Weston-Brüder, der ein ehemaliger Schüler ihres Vaters ist. Von da an hat meine Begeisterung etwas nachgelassen. Die aufkeimende Liebesgeschichte war ein wenig zu klischeehaft – Er darf Sie nicht lieben, denn eine Heirat wäre ein Ding der Unmöglichkeit – und vorhersehbar.

Spannend wurde es aber an den Stellen, als seltsame Dinge geschahen und von denen kaum jemand glauben wollte, dass Emma sie gesehen oder erlebt hatte. Da war man auch als Leser am Rätseln, was es damit auf sich hätte.

Emma hat sich seit dem Tod ihrer Mutter entschieden, nicht mehr zu beten oder ein Leben mit Gott zu führen, denn sie fühlte sich von ihm verlassen. Doch durch den bereits erwähnten Weston-Bruder ist sie wieder zum Nachdenken gekommen und hat sich letztendlich entschlossen, zu Gott zurückzukehren.
Leider kam mir der geistliche Bezug in diesem Buch etwas zu kurz.

Insgesamt hat mir dieses Buch recht gut gefallen, es war unterhaltsam und teils auch spannend. Doch einige Punkte hatte ich leider auch zu bemängeln, aufgrund derer ich mich für eine Bewertung von 3 von 5 Sternen entschieden habe.

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