Rezension: Detektivin aus Leidenschaft von Carol Cox

Gestern Abend habe ich ein Buch beendet, von dem ich mir Großes erhofft hatte, es aber ganz anders war als erwartet. Die Rede ist hier von Detektivin aus Leidenschaft von Carol Cox – ein „Detektivroman“, wie der Titel bereits verrät. Es ist ein Roman zum Schmökern, etwas, das sich super lesen lässt, wenn man Lust auf oberflächliche Unterhaltung hat. Leider ist mir zur Zeit so gar nicht nach Schmökerromanen, weswegen ich dieses Buch nicht wirklich geniessen konnte, abbrechen wollte ich es allerding auch nicht, denn mittendrin in einem Buch aufhören zu lesen, tu ich sehr selten und ungerne.

Autorin: Carol Cox, 352 S., erschienen am: 12.02.2013, SCM Hänssler Verlag, Einband: Paperback, Neupreis: 8,95€, Originaltitel: Love in Disguise

Ellies großer Traum ist eine Bühnenkarriere. Doch stattdessen steht sie da: ohne einen Penny in der Tasche und nur mit einer Kiste Kostüme. Als sie hört, dass die Pinkerton-Agentur eine Detektivin sucht, ergreift sie die Chance. Verkleidet als ältere Witwe Lavinia reist sie nach Arizona, um einen Silberdiebstahl aufzuklären. Sie hat allerdings nicht einkalkuliert, dass sie noch eine Rolle spielen muss: die der umwerfenden Jessie.
Minenbesitzer Steven hätte sich nie vorstellen können, einmal Hilfe von einer grauhaarigen Witwe zu brauchen – oder sich in ihre bildhübsche Nichte zu verlieben. Was wird er tun, wenn er Ellies wahre Identität erfährt?

Wer an dieses Buch mit der Erwartung herangeht, dass es eine spannungsgeladene und mitreißende Geschichte beinhaltet, wird leider enttäuscht. Viel mehr steht die Protagonistin Ellie im Vordergrund, ein unscheinbares Mädchen, welches beim Theater arbeitet. Die Erfahrungen, die sie dabei sammelt, helfen ihr später sehr in ihrem „neuen Leben“ als verdeckte Ermittlerin. Diese Rolle spielt sie derartig gut, dass bis zum Ende niemand, bis auf den neugierigen kleinen Jungen Billy, auf die Idee kommt, Ellie sei jemand anderes.
Da die junge Frau im Mittelpunkt der Handlung steht, geht es des Öfteren auch um ihre Gefühle und somit steht schon bald auch ihre aufkeimende Zuneigung zu Steven, einem Minenbesitzer, ganz oben.

Trotz einiger ernsten Situationen in der Handlung lässt sich der humorvolle und unterhaltende Unterton kaum ignorieren. Dies hat mich öfter gestört als ich gern zugeben würde, denn ich hätte mir gern ein wenig mehr Tiefgang und Seriösität in der Handlung gewünscht. Es fiel mir meist schwer, die Charaktere und die Geschichte an sich ernst zu nehmen.

Tiefer gehende Seiten kamen vor allem dann zustande, wenn sich das Augenmerk auf Gott und den Glauben richtete. Abgeschwächt wurde das dann aber durch einen „lustigen“ Gedanken der Protagonistin oder der Erzählerin.

Es gibt wirklich spannende Bücher, die einen mitreißen können und die man nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Leider gehört dieses Buch für mich nicht dazu, vielmehr würde ich es in die Kategorie der „möchte-gern-spannenden“ Bücher einordnen.

Ich habe Detektivin aus Leidenschaft nicht sonderlich gerne gelesen, aber unterhaltsam was es dennoch. Ich denke, ich werde weiter Ausschau nach Büchern der Autorin halten, vielleicht werden diese mir mehr gefallen. Das vorliegende Buch erhält 3 von 5 Sterne von mir.

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