Rezension: Tempe Brennan – Knochenlese #5 von Kathy Reichs

Für mich war es mal wieder Zeit, in den nächsten Tempe-Brennan-Roman abzutauchen, der da heißt: Knochenlese. Dieser fünfte Band der Reihe hat mir um Einiges besser gefallen als der vorherige, was mich sehr freut und weswegen ich mich jetzt auch wieder mehr auf den nächsten Band freue. Ich finde, Kathy Reichs hat sich mit Tempe eine faszinierende Person ausgedacht, die man einfach ins Herz schließen muss.

Autorin: Kathy Reichs, 384 S., Heyne Verlag, erschienen am: 08.07.2013, Einband: Taschenbuch, Neupreis: 8,99€, Originaltitel: Grave Secrets

Ein kleines Dorf in Guatemala: Als die Forensikerin Tempe Brennan in den Brunnenschacht hinabsteigt, ahnt sie, dass sie am Grund ein grausiger Fund erwartet. Hier wurden vor Jahrzehnten die Leichen von über zwanzig Bewohnern eines kleinen Dorfes verscharrt, Frauen und Kinder, die ein Militärkommando kaltblütig hingerichtet hatte. Noch während die Opfer des Massakers geborgen werden, bekommt Brennan zu spüren, dass die Machthaber in Guatemala, damals wie heute, ein schreckliches Geheimnis hüten. Doch nicht nur die Gerechtigkeit für die Toten steht auf dem Spiel. Auch Tempes Leben ist plötzlich in Gefahr.

In diesem Buch spielt sich die Handlung zum größten Teil in Guatemala ab, wo Tempe beruflich zu tun hat. Vor Jahren wurden dort schreckliche Verbrechen begangen, nun ist es an ihr und der Gruppe, der sie hilft, die Opfer zu identifizieren. Zur selben Zeit werden „jüngere“ Leichen gefunden, die ein Fall für die guatemaltekische Polizei sind. Auch Tempe wird herangezogen, um den Opfern einen Namen zu geben und herauszufinden, was mit diesen geschehen ist. Schließlich kommt es zu der Zusammenarbeit mit dem guatemaltekischen Polizisten Galiano, der ein alter Bekannter ihres „Freundes“ Ryan ist. Beide wecken in ihr widersprüchliche Gefühle, was sie sehr verwirrt – und den Leser auch.

Um zu verstehen, was es mit dem Massaker in Guatemala auf sich hat, erzählt Kathy Reichs über mehrere Seiten verteilt, was sich damals zugetragen hat. Es ist schwer vorstellbar, was die Einwohner damals erlebt haben und wie schwer es für die Überlebenden sein musste, mit den Folgen zu leben.
Doch unverständlich war für mich, wie ignorant einige wichtige Leute, von denen man meinen müsste, dass sie sich für Gerechtigkeit und Frieden in ihrem Land einsetzen sollten, dem Ganzen gegenüberstanden, und sogar der Aufklärung des neuen Falles hinderlich waren.
Die Polizei und Tempe zogen anfangs mehrere Möglichkeiten in Erwägung, was mit den Leichen passiert sein könnte. Schließlich hat sich Tempe so sehr in den Fall hineingesteigert, dass sie nur knapp mit ihrem Leben davongekommen ist. Sie war es aber auch, die die meisten der letzten Lücken in dem Fall schließen konnte.

Dieses fünfte Buch der Tempe-Reihe hat spannend angefangen und noch spannender aufgehört, ich habe es schneller durchgelesen als erwartet. Ich finde es jedes Mal aufs Neue faszinierend, wie Kathy Reichs historische und fachliche Informationen einfließen lässt und es immer noch, obwohl man keine Ahnung davon hat, spannend ist. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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