Rezension: Cape Refuge – Gefährliche Zuflucht #1 von Terri Blackstock

Eine Reihe, die ich schon sehr lange lesen möchte, ist die Cape-Refuge-Reihe von Terri Blackstock. Jetzt habe ich endlich den Anfang gemacht, denn heute habe ich den ersten Band Gefährliche Zuflucht beendet und muss jetzt einfach dieses Buch besprechen. Eigentlich kam mir auf den ersten Seiten nicht nur einmal der Gedanke, dass das Buch wohl doch nicht so toll ist, wie ich es erwartet hatte, doch ab der zweiten Hälfte ging es plötzlich steil bergauf. Wo ich zu Beginn manchmal keine Lust zum Weiterlesen hatte, konnte ich das Buch später nicht mehr aus der Hand legen. Die Wandlung, die Spannung betreffend, ist natürlich ein positiver Punkt an diesem Buch.

Autorin: Terri Blackstock, 384 S., BOAS Verlag, Paperback, Neupreis: 14,95 €, Originaltitel: Cape Refuge #1

Der brutale Doppelmord an den tiefgläubigen Owens erschüttert Cape Refuge, eine kleine Insel vor der Küste Georgias. Alles deutet darauf hin, dass Polizeichef Cades bester Freund, der hitzköpfige Schwiegersohn der Opfer, der Täter ist. Aber Cade ist nicht überzeugt, denn die Owens führten ein Übergangshaus für entlassene Strafgefangene, das weit fragwürdigere Gestalten beherbergt.
Und auch Blair, die Tochter der Ermordeten, gibt sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden. Zusammen mit ihrer Schwester will sie den Dingen auf den Grund gehen. Wer steckte wirklich hinter dem Mord? Wo war Gott, als ihre Eltern ermordet wurden? Was soll nun aus dem Übergangshaus werden? Und … hat der Mörder es auch noch auf Blair und ihre Schwester abgesehen?

Die erste Szene fängt bereits ganz brenzlig an, es wird einem schnell ein mutmaßlicher Mörder aufgetischt, bei dem die Beweislage ganz deutlich darauf hinweist, dass es keinen Zweifel an seiner Schuld. Kniffliger wird das Ganze dadurch, dass der Angeklagte – Jonathan Cleary – ein guter Freund von Chief Cade ist. Außerdem sind beide Christen und besuchen dieselbe Gemeinde. Ich habe bisher noch in keinem Buch gelesen, dass ein Polizist seinen besten Freund festnehmen musste, doch zu dem Zeitpunkt lagen keine weiteren Hinweise vor, die Jonathan entlasten würden. Durch diesen Mordfall – die Eheleute Owens waren zudem auch noch seine Schwiegereltern – wurde die Freundschaft der beiden Männer stark auf die Probe gestellt. Sehr schön dargestellt war am Ende Jonathans Entscheidung, Cade den Unglauben bzw. Zweifel an seiner Schuld zu vergeben, denn ihm war klar, dass dies die einzig richtige Handlungsweise ist, denn so würde auch Jesus vorgehen.

Die beiden Töchter der Mordopfer Morgan und Blair könnten unterschiedlicher nicht sein. Morgan – die Ältere – hat ein sehr weiches und mitfühlendes Herz, während Blair eher hart im Nehmen ist und niemanden wirklich an sich heran lässt. Trotzdem hängen die Schwestern aneinander, besonders seit dem Mord an ihren Eltern. Dieser bringt beide dazu, die Frage zu stellen, warum die Eltern sterben mussten. Die gläubige Morgan hat sich in dieser Zeit Gott noch mehr genähert, in ihm hat sie Trost gefunden, auch wenn diese Frage sie nicht in Ruhe ließ. Doch sie war sich sicher, dass Gott einen großen Plan hat, den sie bloß bisher noch nicht erkannt hat. Ein großer Trost war für sie, zu wissen, dass ihre Eltern nun im Himmel bei Jesus waren, wo sie nun kein Leid mehr kannten. Anders Blair: sie glaubt nicht an Gott, denn sie versteht nicht, wie Er das Geschehene zulassen könnte, würde er existieren. Vielmehr glaubt sie an Gerechtigkeit, an Gut und Böse, jedoch an keine höhere, übernatürliche Macht. Zum Ende hin hat man aber merken können, dass sie sich nun doch mehr Gedanken über Gott machte und ihre Ablehnung ihm gegenüber ins Schwanken geraten ist.

Sehr gerne habe ich die Kapitel über die 16-jährige Sadie gelesen, die von zuhause weggelaufen ist. Mit einer Mutter im Gefängnis und einem gewlattätigen Stiefvater hatte sie es in ihren jungen Jahren bereits sehr schwer, doch endlich ist ihr die Flucht gelungen. Bei der Darstellung ihres Leids fühlte ich großen Herzschmerz, doch nicht nur bei ihr, sondern auch bei ihrem neun Monate alten Bruder. Es schmerzte sehr, zu lesen, wie schrecklich das kleine Kind behandelt wurde. Glücklicherweise haben die Geschwister ein neues Heim bei Morgan und Jonathan Cleary gefunden. Nun konnte man sich sicher sein, dass sie es gut haben werden.

Dieser erste Krimiband der Reihe ist sowohl vom Plot als auch vom Schreibstil her sehr zu empfehlen. Zwar hat es (bei mir jedenfalls) ein wenig gedauert, bis ich richtig in der Geschichte angekommen bin, doch, wie anfangs bereits erwähnt, ließ sich das Buch ab der zweiten Hälfte sehr schnell durchlesen. Zum Teil war die Geschichte nicht vorhersehbar, was einen natürlich dazu animierte, unbedingt weiterzulesen.
Ich habe das Buch ganz gerne gelesen und weiß jetzt schon, dass ich die Reihe gern weiterlesen würde und kann euch allen auch nur ans Herz legen, diesem Buch eine Chance zu geben.
Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Sternen.

Einen herzlichen Dank an den BOAS-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!
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