Rezension: Der Hochzeitsladen von Rachel Hauck

Welches Mädchen träumt nicht – ob nun offensichtlich oder insgeheim – von einer wunderschönen Hochzeit mit einem wunderschönen Kleid und allem Wunderschönen, was sonst noch so dazu gehört? Ich weiß noch, wie ich eine Zeit lang eine Mappe mit verschiedensten Hochzeitsfotos und -ideen zusammengestellt habe, ich konnte stundenlang mit Suchen nach weiteren hochzeitlichen Bildern verbringen und es wurde nicht langweilig.
Mittlerweile hat sich mein Verrücktsein nach Hochzeiten gelegt, aber sie sind immer noch etwas Besonderes für mich. Passend dazu habe ich gestern Abend das Buch Der Hochzeitsladen von Rachel Hauck beendet, welches sich beinahe ausschließlich um das Heiraten und die Liebe dreht.

Autorin: Rachel Hauck, 416 S., Verlag: SCM Hänssler, Paperback, Neupreis: 16,95 €, Originaltitel: The Wedding Shop

In den 1930er-Jahren führt Cora Scott einen erfolgreichen Brautmodenladen in Heart’s Bend, einer Kleinstadt in Tennessee. Während sie darauf wartet, dass ihre eigene große Liebe zu ihr zurückkehrt, erfüllt sie die Träume anderer.
Mehr als achtzig Jahre später: Haley Morgan kehrt in ihre Heimatstadt Heart’s Bend zurück. Nach dem traumatischen Tod ihrer Freundin Tammy und nachdem sie die Wahrheit über den Mann erfahren hat, den sie geliebt hat, sucht sie einen neuen Platz im Leben. Sie beschließt den Brautmodenladen wieder zu eröffnen. Die Geschichten von Cora und Haley verbinden sich zu einer Geschichte voller Mut, Geheimnisse und Liebe.

Dieses Buch erzählt die Geschichte vom Leben zweier Frauen – Cora und Haley – fangen wir mit Cora an. Sie ist anfangs Ende zwanzig und schaut voller Hoffnung in die Zukunft, denn es gibt einen Mann in ihrem Leben – Rufus – den sie liebt und von dem sie vermeintlich ebenso zurückgeliebt wird, doch leider treffen sie sich nur einige Male im Jahr, denn er arbeitet auf See und ist somit immer unterwegs. Von vielen wird Cora für verrückt gehalten, dass sie seinen Versprechungen, sie zu heiraten, glaubt, doch sie lässt sich nicht beirren. Einen Verehrer in der Stadt hat sie aber auch – Birch Good, ein lieber Kerl, fünf Jahre älter als sie, doch ihrer Meinung nach zu langweilig für sie.
Ich muss zugeben, anfangs hat es mich genervt, dass er immer ihre Nähe gesucht hat und ihr immer wieder zeigte, wie sehr sie ihm gefiel, obwohl sie ihm jedes Mal aufs Neue zu verstehen gab, dass es für die beiden keine gemeinsame Zukunft gab.
– Achtung! Spoiler: –
Doch als dem Leser Rufus‘ wahres Gesicht offenbart wird, hofft man, dass Cora endlich einsieht, dass sie an Birchs Seite ein erfülltes Leben führen kann, doch bis sie das erkennt, vergeht einige Zeit. Umso schöner ist es, als sie endlich den Entschluss fasst, Birchs Heiratsantrag anzunehmen – wie habe ich mich mit den Beiden gefreut!!
– Spoiler Ende –

Haley kehrt mit einem verletztem Herzen zurück in ihre Heimat und entschließt sich kurz darauf, den alten, mittlerweile verlassenen Hochzeitsladen von Cora Scott wieder herzurichten und zu eröffnen. Dabei werden ihr von Seiten der Stadtgemeinde einige Steine in den Weg gelegt, doch – mit Gottes Hilfe – erreicht sie ihr Ziel. Eine große Hilfe ist aber auch Cole Danner, der Ex-Verlobte ihrer verstorbenen besten Freundin Tammy.
Ich fand es faszinierend, wie Haley mit Glauben und Gottvertrauen an die ganze Hochzeitsladen-Sache herangegangen ist, denn da hat sie sich an ein riesiges Projekt herangewagt, ohne wirklich rosige Aussichten zu haben. Im Endeffekt hat Gott sie aber nicht enttäuscht, denn die Eröffnung hat geklappt, was eine Bestätigung für ihren Glauben war.

Worüber ich (leider) ein wenig meckern muss, ist Folgendes: Mir hat das Christsein in den Charakteren mehr oder weniger, aber auf jeden Fall gefehlt. Klar, alle haben an Gott geglaubt, ihm vertraut, aber Gott war für sie alle mehr eine Nebensache, nie aber wichtiger als alles andere. Vielmehr kam in dieser Geschichte das lockere Christsein zum Vorschein, wo man Gott in sein Leben lässt, wie es einem gerade passt – mehr nicht. Das finde ich sehr schade an diesem Buch, denn die Grundidee ist sehr schön.

Coras Kapitel habe ich am liebsten gelesen, denn es imponierte mir sehr, dass eine Frau, alleinstehend und in den 30er-Jahren, einen eigenen Laden erfolgreich (!) führte und sehr stark war. Sie ließ selten ihren Gefühlen freien Lauf, konnte sich zusammenreißen und auf das Wesentliche konzentrieren – naja, abgesehen von Rufus. Doch all die Rückschläge, die sie erlitten hat, haben sie nur noch stärker gemacht.

Rachel Hauck hat bereits eine Menge an Hochzeitsromanen verfasst und ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letzter gewesen sein wird. Ich habe dieses Buch gerne gelesen und auch wenn ich einige Dinge zu bemängeln hatte, hat es mir doch gefallen. Es hat mich zwar nicht vom Hocker gehauen, aber es war definitiv nicht langweilig, somit gibt es von mir 3 von 5 Sterne. Es bietet schöne Unterhaltung und ist definitv etwas für Hochzeitsfans – ach was, für alle!

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