Rezension: Die Weiße Wölfin und der Admiral von Claire Hölig

Meine Lieben, ich habe endlich wieder mal ein Buch gelesen, das ich zum Teil nicht mehr aus der Hand legen konnte! Die Geschichte mitten in der zweiten Weltkriegszeit in Deutschland ist so packend erzählt und unfassbar spannend. Ich habe nicht erwartet, dass Die Weiße Wölfin und der Admiral von Claire Hölig mich derart umhauen würde, denn der Klappentext hat nicht viel verraten und daher war mir nicht klar, wie viel mehr in der fiktiven Erzählung stecken würde.

Autorin: Claire Hölig, 384 S., SCM Hänssler, erschienen: 22.01.2013, Paperback, Neupreis: 15,95 €, ISBN: 978-3-7751-5445-1

Europa 1943: Der Zweite Weltkrieg zerreißt Familien – auch die Geschwister Karl und Marie Büchner geraten zwischen die Fronten. Karl hat eine steile Karriere in der deutschen Kriegsmarine hinter sich, seine Schwester wurde britische Agentin im besetzten Frankreich. Doch die Bande zwischen ihnen sind stärker als der Krieg: Karl macht eine erschütternde Entdeckung und plötzlich braucht er seine Schwester mehr denn je. Ein ergreifendes Romandebüt über Loyalität, Mut und Widerstand.

In diesem Kriegsroman geht es um das Geschwisterpaar Marie und Karl, das sich seit zehn Jahren nicht gesehen hat und dessen Beziehung somit schwer zu erklären ist, denn beide haben mit Enttäuschungen zu kämpfen. Karl hat seinerzeit die Familie verlassen und seitdem gab es keinen Kontakt mehr. Dann brach der Krieg aus, die Eltern sind gestorben und Marie blieb allein.
Karl hat bereits geheiratet und einen Sohn bekommen. Er hatte mittlerweile eine wichtige Position, die ihm die Ehre und Anerkennung verschafft hat, nach denen er lange gesucht hat.
Inzwischen ist Marie Teil des Geheimdienstes von England, SOE, geworden. Augrund ihrer guten Leistungen ist sie bald zum Major ernannt worden. Und plötzlich, im Jahr 1943, mitten im zweiten Weltkrieg, nimmt ihr Bruder wieder Kontakt zu ihr auf, mit einer Bitte um Hilfe. Dabei ist er noch nicht einmal ehrlich, was umso dreister und eigensüchtiger erscheint, denn all die Jahre hat er sich nicht für seine Familie interessiert.
Doch er hat Glück – Marie bedeuten Familienbande sehr viel und somit erklärt sie sich schließlich bereit, ihm zu helfen.

Marie ist ein sehr distanzierter Mensch, der niemanden an sich heranlässt, was aber auch wenig verwunderlich, denn im Krieg kann es sehr gefährlich sein, jemandem zu vertrauen, besonders dann, wenn man die Person nicht (gut) kennt.

Bei der Ausführung ihrer Aufgabe kommen Marie ihre Fähigkeiten, die sie als Spionen zu beherrschen gelernt hat, sehr zugute. Nicht nur einmal bewahrt sie die ihr Anvertrauten davor, in eine Falle zu tappen oder Schlimmeres.
Bald erfährt sie, dass Karl, von dem sie dies definitiv nicht erwartet hätte, sich dem Widerstand angeschlossen hat, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Vaterland zu retten, indem er Hitler die Macht nehmen wollte.
Kurze Zeit später ist auch Marie, ebenfalls Widerständlerin, in die Sache involviert, denn ihre Kontakte zu England kommen der Widerstandsgruppe sehr gelegen. Sie wollen Verhandlungen mit den Alliierten führen, damit diese ihnen helfen, gegen Hitler anzugehen. Ob Marie es schafft – eine englische Agentin, die den zuletzt erhaltenen Befehl verweigert hat, um ihrem Bruder zu helfen?

Man merkt, dass Claire Hölig als Geschichtsstudentin weiß, worüber sie schreibt. Sie lässt viele Fakten über die damalige Zeit einfließen, ohne dass es überladen wirkt. Sie fädelt die Informationen gekonnt in die Geschichte ein, dass es spannend und gleichzeitig lehrreich ist.
Was die Spannung angeht: die Geschichte beginnt spannend, wird langsam spannender und ist am Ende am spannendsten! Das habe ich bisher nicht oft bei Büchern gehabt. Und das Ende, ich weiß so gar nicht, was ich damit anfangen soll. Einerseits ist es ganz passend und sehr realistisch, andererseits hätte ich es mir tatsächlich anders gewünscht…

Mir hat dieser Roman sehr gefallen, die Charaktere waren sehr gut gestaltet, wirkten nicht unrealistisch und an Spannung hat es auch nicht gefehlt. Man hat nochmal gemerkt, dass die deutsche Bevölkerung damals nicht wirklich gewusst hat, was um sie herum passierte und diejenigen, die es wussten, taten, als würden sie es nicht wissen, oder schlossen sich Widerstandsgruppen an.
Ich hoffe, dass es bald mehr von der Autorin zu lesen geben wird, denn sie scheint das Schreiben sehr gut zu beherrschen. Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen und möchte euch ans Herz legen, dieses Buch zu lesen!

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