Rezension: Eine Liebe in Summerhill von Cara Lynn James

Seit etwa einem Jahr steht das Buch Eine Liebe in Summerhill von Cara Lynn James in meinem Bücherregal ungelesen herum. Als mein Blick vor ca. zwei Wochen auf das Buch fiel, kam mir der Gedanke, dass ich das Buch endlich bald lesen sollte. Nachdem ich also Die Weiße Wölfin und der Admiral beendet habe, habe ich mir das Buch geschnappt und einfach mit dem Lesen angefangen. An sich fand ich das Buch ganz schön, auch wenn ich ein wenig mehr Tiefe und Melancholie erwartet hatte.

Autorin: Cara Lynn James, 304 S., Brunnen Verlag, erschienen: 06.08.2012, Paperback, Neupreis: 4,99 €, Originaltitel: Ladies of Summerhill – Love on a Dime #1

Amerika, Ende des 19. Jahrhunderts. Eine idyllische Sommerfrische an der amerikanischen Ostküste. Hier will die junge Lilly sich erholen. Sie war mit dem nettesten Mann der Welt verlobt – nur leider hat er die Verlobung platzen lassen. Nachdem Lilly diesen Schlag einigermaßen überwunden hat, hofft sie auf einen angenehmen Sommer am Meer. Zumal sie inzwischen als Schriftstellerin recht erfolgreich ist. Ihre Frauenromane muss sie allerdings unter einem anderen Namen veröffentlichen. Denn in besseren Kreisen schickt es sich nicht, dass eine Frau arbeitet. Wenn es herauskäme, wäre ihre Familie gesellschaftlich ruiniert. Es tut ihr gut, dass jetzt der reiche Unternehmersohn Harlan um sie wirbt. Da taucht ihr ehemaliger Verlobter wieder auf. Als er es endlich wagt, ihr noch einmal einen Antrag zu machen, hat sie Harlan gerade ihr Jawort gegeben. Außerdem versucht eine Lokalzeitung, sie zu erpressen, und droht, ihre Identität bekannt zu machen.
Wie wird sie sich entscheiden – in der Liebe und als Schriftstellerin?

Fangen wir mit der Protagonistin an – Lilly. Sie war mir sehr sympathisch, eine zurückhaltende, der Beschreibung nach hübsche junge Frau, die sich nicht in erster Linie um oberflächliche Sachen Gedanken gemacht hat, sondern Familie und Freunde an erste Stelle stellte.
Zudem hatte sie ein großes Herz für bedürftige Menschen, denn sie half in einem Frauenhaus mit – sowohl physisch (in der Küche etc.) als auch finanziell, denn einen Großteil der Einnahmen durch ihre Romane spendete sie dem Heim. Diese selbstlose und aufopferungsvolle Seite an ihr war sehr imponierend und beim Lesen habe ich mich nicht nur einmal gefragt, ob ich an ihrer Stelle genauso oder doch eingennütziger gehandelt hätte.

Mit ihren 25 Jahren galt Lilly schon als „Jungfer“, weswegen die Eltern sich sehr darüber freuten, dass sich noch ein Verehrer mit Aussicht auf eine Hochzeit gefunden hat. Auch wenn Lilly den reichen Harlan nicht liebte, war sie doch bereit, ihn zu heiraten, denn ihr war bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit, noch einen Mann zu treffen, der sie heiraten würde, sehr gering war. Um so mehr freute man sich dann als Leser, als Jack, ihr ehemaliger Verlobter, nach sechs Jahren wieder in ihr Leben trat. Doch sie befürchtete, dass er von ihr als Autorin – sollte sie ihm gegenüber endlich zugeben, dass sie diejenige ist, die unter dem Pseudonym Fannie Cole schreibt – Unmögliches verlangen würde. Denn seit er ihre Verlobung gelöst hatte, war sie sich nicht sicher, ob sie ihm wieder vertrauen könnte oder nicht. Man hat aber bei jeder Begegnung der beiden merken können, dass die Gefühle füreinander noch da waren.

Aus den Handlungen der Charaktere in dem Romangeschehen sowie aus deren Gedanken und Gesprächen ließ sich oft herauslesen, wie die Stellung der Frau am Ende des 19. Jahrhunderts war. Es wurde – in der höheren Kreisen jedenfalls – als Schande angesehen, wenn die Frau beruflich tätig war, was Lilly dazu veranlasste, ihre Romane im Geheimen zu schreiben. Sie hatte große Angst davor, ihre Familie zum Gespött der Gesellschaft zu machen. Dennoch wollte sie ihre heimliche Tätigkeit nicht aufgeben, denn damit half sie einerseits dem Frauenheim, der ihre Hilfe bitter nötig hatte, andererseits schrieb sie Geschichten, mit denen sie die Herzen ihrer Leserinnen berühren wollte.

Spannung brachte die Autorin außerdem durch Lillys Schwägerin mit einer geheimnisvollen und sehr fraglichen Vergangenheit ein, außerdem war eine örtliche Klatschzeitung auf der Suche nach der wahren Fannie Cole, was es Lilly natürlich schwer machte, sich versteckt zu halten.
Trotz des recht hohen Vorhersehbarkeitsgrades habe ich das Buch gerne gelesen. Es war eine dahinplätschernde Geschichte zum Mitlachen und -weinen, was eine nähere Bindung zwischen Leser und Charakteren aufbaute.

Diese angenehm zu lesende Geschichte kann ich jedem empfehlen, der gerne mal etwas zum Abschalten lesen möchte. Von mir gibt es 3 von 5 Sterne!

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