Rezension: Die Ehre der Sophie Dupont von Julie Klassen

Vielleicht wisst ihr ja schon, dass ich Julie Klassens Romane besonders gerne lese, daher habe ich mich soo gefreut, als ich erfahren habe, dass ein neuer Roman – Die Ehre der Sophie Dupont – von ihr herausgekommen ist (mittlerweile ist aber schon ein neueres Buch raus!). Mir war klar, dass ich das Buch früher oder später lesen muss, ist ja schließlich von Julie Klassen.

Autorin: Julie Klassen, 496 S., SCM Hänssler Verlag, Paperback, Neupreis: 16,95 €, Originaltitel: The Painter’s Daughter

Captain Stephen Overtree reist an die Küste von Devon, um seinen Bruder Wesley zu finden. Doch er stellt entsetzt fest, dass sich Wesley abgesetzt hat und Sophie, die Tochter seines Gastgebers, in einer unmöglichen Situation zurückgelassen hat.
Stephen fühlt sich verpflichtet zu handeln und macht Sophie einen Heiratsantrag, um ihre Ehre zu retten.
Sophie ist hin- und hergerissen zwischen ihrer großen Liebe und diesem finsteren Mann, den sie kaum kennt. Soll sie auf Wesley warten? Oder Stephens Antrag annehmen und hoffen, dass sie dies nicht bereut?
Der neue Roman der Erfolgsautorin Julie Klassen – eine fesselnde Geschichte über Ehre und Vergebung.

Das Interessante an Julies Geschichten ist immer, dass sie sich zu diesen durch reale Orte inspirieren lässt – diesmal von dem Städtchen Lynmouth in England. Das fiktive Anwesen Overtree Hall, auf dem sich ebenfalls ein Großteil der Handlung abspielt, entspricht dem echten Anwesen Chastleton House. Wer sich das Ganze beim Lesen „der Realität entsprechend“ vorstellen möchte, kann auf der Webseite der Autorin Fotos vom Ort und dem Herrenhaus ansehen (hier und hier).
Doch auch ohne, dass ich die Fotos vorher gesehen habe, fiel es mir nicht schwer, mir die Orte im Kopf auszumalen, denn die Beschreibungen im Buch waren sehr gelungen und ich hatte nicht selten Lust, selbst an der Klippe in Lynmouth zu stehen und die Seeluft zu spüren.

Captain Black, Stephen, war für mich der männliche (Traum)Protagonist schlechthin – auch wenn seine Ausstrahlung recht düster und er den Beschreibungen nach keine große Schönheit war, mochte ich ihn sofort. Man hat schnell gemerkt, dass er das Kommandieren gewohnt, denn er hat im Krieg gekämpft und eine angesehene Stellung im Militär erreicht. Oft habe ich vergessen, dass er „nur“ der zweite Sohn war und sein leichtsinniger, egoistischer Bruder Wesley der Erstgeborene, der es mit seinen Verantwortungen nicht sonderlich genau nahm.

Sophie war mir von ihrer Art her ebenfalls schnell sympathisch geworden. In ihrer zurückhaltenden Art und Haltung stand sie ungern im Mittelpunkt und war ihren Mitmenschen immer freundlich gesinnt. Nach einiger Zeit wurde dem Leser schnell klar, warum sowohl Stephen als auch Wesley sehr angetan von ihr waren. Es fiel mir aber schwer, mir vorzustellen, dass sie den Fehler in ihrer Vergangenheit tatsächlich begangen hat, doch wie sie mit ihrer Situation umgegangen ist, war sehr klug und uneigennützig – was schließlich das Beste für sie war.

Der Fokus in diesem Buch lag hauptsächlich auf der Beziehung zwischen Stephen und Sophie. Oft ging es um die Frage, ob er/sie mich liebt, ob die überstürzte Heirat richtig war oder nicht, usw… Ich hätte mir doch mehr gewünscht, dass es nicht so viel darum gehen würde, als mehr um die Beziehung der einzelnen Charaktere zu Gott. Das hat mir ein wenig zu oft gefehlt. Mich haben außerdem einige Szenen gestört, die meiner Meinung nach nicht in einen christlichen Roman gehören.

Während mir das erste Drittel des Buches nicht so sehr gefallen hat, fand ich den Rest der Geschichte umso interessanter. Julie Klassen hat gut recherchiert, schön geschrieben und somit einen tollen Roman zustande gebracht. Von mir erhält er 4 von 5 Sterne.

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