Rezension: Das Geheimnis der Apothekerin von Julie Klassen

Nun ist auch das letzte Buch von Julie Klassen aus meinem Regal ausgelesen, wenigstens habe ich aber den Trost, dass seit Kurzem wieder ein neues Buch von ihr erhältlich ist. Heute soll es um ihren zweiten Roman gehen, genannt Das Geheimnis der Apothekerin. Man merkt auch hier sofort, dass Julie Klassen die Geschichte geschrieben hat, was natürlich sehr gut ist.

Autorin: Julie Klassen, 432 S., SCM Hänssler, Einband: Paperback, Neupreis: 15,95 €, Originaltitel: The Apothecary’s Daughter

In der Apotheke ihres Vaters ist Lilly Haswell glücklich, ist ihr doch jedes Kraut und jede Medizin vertraut. Dort kann sie die Dorfbewohner vergessen, die seit der Flucht ihrer Mutter keine Ruhe geben. Als sie nach London eingeladen wird, glaubt sie, nun endlich ihr Glück finden zu können. Doch als ihr Vater krank wird, entscheidet sie sich, die Apotheke zu übernehmen – wohl wissend, dass sie damit ihre gesamte Zukunft aufs Spiel setzt. Denn Frauen ist die Heilkunst versagt …

Dieses Buch enthält nicht nur eine interessante Geschichte, nein, es ist auch sehr informativ. Man erfährt, wie das Leben eines Apothekers im frühen 20. Jahrhundert aussah, was seinen Arbeitsalltag ausmachte und womit er sich überhaupt beschäftigte. Schon am Anfang merkt man, dass die Autorin sich einige Mühe zur Recherche gemacht hat. Man sollte außerdem anmerken, dass sie wieder einmal gute Beschreibungen eingebaut hatte, dass man sich die Umgebung und alles drumherum sehr gut vorstellen konnte.

Die Apothekersfamilie Haswell ist mir mit dem unordentlichen Vater, der gewissenhaften Lilly und dem lieben Charlie schnell ans Herz gewachsen. Es wurde nicht sofort erwähnt, wo die Mutter war, doch mit der Zeit hat man mehr erfahren.
Als Lilly durch ihre Tante und Onkel die Möglichkeit erhalten hat, nach London zu gehen, obwohl sie aus einem „niedrigerem“ Stand stammte, hat man sich sehr für sie gefreut, denn sie verdiente es, auch die vornehme Seite des Lebens kennenzulernen. Doch als sie sich schließlich schweren Herzens entschloss, nach Hause zurückzukehren, konnte man auch diese ihre Entscheidung nachvollziehen.

Sowohl in London als auch in ihrem kleinen Heimatdörfchen hatte Lilly einige Verehrer und beinahe bis zum Schluss hat man als Leser mitgefiebert und sich immer wieder gefragt, wer am Ende denn der Glückliche sein würde.
In dem Dorf gab es viele verschiedene Persönlichkeiten, die den Ort zu etwas Besonderem gemacht haben. Darunter war auch Lillys beste Freundin Mary, die für Lilly, wie man am Ende erfährt, mehr als nur eine Freundin war. Deren Freundschaft war sehr eng, was einen wünschen ließ, auch so eine Freundin zu haben.

Dieses Buch zu lesen, fiel mir in den ersten Kapiteln nicht sehr leicht, doch je weiter ich las, umso mehr schloss ich die einzelnen Charaktere ins Herz und umso mehr wurde die Geschichte spannender. Zum Schluss war ich schon ganz traurig über das nahende Ende.
Ich kann es jedem Liebhaber historischer Romane empfehlen, ich denke nicht, dass ihr das Lesen dieses Buches bereuen würdet!
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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