Rezension: Der Korsar und das Mädchen von Elisabeth Büchle

Wenn ich ein Buch von Elisabeth Büchle lese, bedeutet es für mich, dass mich sehr wahrscheinlich ein mitreißendes Buch begleiten wird und ich es früher oder später nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Heute Morgen habe ich endlich auch Der Korsar und das Mädchen von Elisabeth Büchle beendet – ein Abenteuerroman in einer Form, wie man ihn nicht oft liest. Dieser Roman bietet sowohl eine Liebesgeschichte als auch Spannung und lauter Informationen zu Segelschiffen. Auf den letzten Seiten findet man sogar eine Zeichnung eines solchen Schiffes mit Erklärungen, wo sich was befindet und wofür es da ist.

Autorin: Elisabeth Büchle, 448 S., Gerth und Medien Verlag, Einband: gebunden,
Neupreis: 17,00 €

South Carolina, 1814: Die 17-jährige Catherine ist ein Wildfang, der Reiten, Fechten und auf Bäume klettern mehr schätzt als hübsche Kleider und Teekränzchen. Kein Wunder, hat sie doch in Ermangelung eines männlichen Erben von Kindesbeinen an die Erziehung eines solchen erhalten. Als sie und ihre Schwester Emily in den Wirren des 2. Britisch-Amerikanischen Krieges unfreiwillig auf einer Kriegskorvette landen, gibt sie sich erfolgreich als Schiffsjunge aus.
Lennart Montiniere, der attraktive Lieutenant Commander der „Silver Eagle“, findet den ungewöhnlichen jungen „Cato“ gleichermaßen interessant wie verdächtig – und für Catherine wird es immer schwieriger, ihre wahre Identität und ihre Gefühle für Lennart zu verbergen. Als sie schließlich ihr Ziel in England erreicht, wo sie den Sohn eines Lords heiraten soll, überschlagen sich die Ereignisse …

Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen mit dieser Autorin hatte ich große Erwartungen an dieses Buch. Es hat interessant angefangen, wenn ich auch ein wenig Zeit gebraucht habe, um mich richtig in die Geschichte reinzulesen. Besonders ab dem Zeitpunkt, als Catherine mit ihrer Schwester Emily und ihrem Diener First „entführt“ wurde, war es sehr spannend. Catherine hatte nämlich die Idee, sich als Schiffsjunge zu verkleiden.
Man hat sofort gemerkt, dass Catherine und ihre Halbschwester Emily kaum Ähnlichkeiten hatten – während Emily die Dame schlechthin war, war Catherine ein vollendeter Wildfang. Die Zeit, die die beiden auf dem Schiff unter Lieutenant Montinieres Kommando verbringen, lernen beide über den eigenen Schatten zu springen und sich nicht vor dem Ungewissen zu führten.

Sehr interessant mitzuverfolgen waren die Dialoge zwischen Catherine und Lieutenant Montiniere. Am Anfang hat man sich immer gefragt, was es für Catherine für Konsequenzen haben würde, da sie ihn hinsichtlich ihres Geschlechts belogen hat. Doch es ist tatsächlich das Meiste so gekommen, we man es nicht erwartet hat. Der Abwechslungsreichtum in dem Buch war dementsprechend sehr groß.

Was außerdem für Spannung sorgte, war, dass es eine Person gab, die Catherines Tod wünschte. Man konnte anfangs nicht einmal erahnen, wer und wieso, doch mit der Zeit wurde klarer, wer mit welchem Grund dahinterschteckt. Allerdings hätte dieser Teil der Geschichte nicht unbedingt sein müssen, denn ich würde sagen, dass die Handlung auch so nicht langweilig wäre.

Es ist einfach sehr ungewöhnlich, von einer jungen Frau zu lesen, die es wagt, sich auf einem Shiff als Junge zu vekleiden, wobei ihr das ganze Wissen, was sie von ihrem Vater bzw. von den Lehrern, die er für ihre Ausbildung angeheuert hat, gelernt hat, sehr nützlich war.
Sehr interessant war es dann auch, wie die Handlung weiterging, als der Lieutenant erfahren hat, dass der Schiffsjunge in Wirklichkeit kein Junge, sondern ein Mädchen war! Catherine – als Schiffsjunge bekannt als Cato – war sein „Äffchen“, denn schon bevor er herausfand, dass sie ein Mädchen ist, wurde sie von den Seeleuten so bezeichnet.

Anfangs habe ich gedacht, ich würde eine Geschichte, die sich auf eine Schiff abspielt, nicht interessant finden können, doch jetzt kann ich sagen, dass sie mir – vielleicht gerade deswegen – sehr gefallen hat. Es war vor allem eine ganz andere Kulisse, als die, die man gewohnt ist. Außerdem hat es das Abenteuergefühl noch verstärkt.

Was mir in diesem Buch sehr gefehlt hat, war der Bezug zu Gott. Bei Büchern aus christlichen Verlagen erwarte ich, dass sie auch christlich geprägt sind, was hier aber gar nicht der Fall war.

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass Der Korsar und das Mädchen nicht das beste Buch von Elisabeth Büchle ist, aber es ist auf jeden Fall lesenswert! Dieser Roman ist sehr unterhaltsam, spannend, aber auch informativ. Eine Leseempfehlung, die von mir 4 von 5 Sterne bekommt.

Einen herzlichen Dank an den Gerth Medien Verlag für das Rezensionsexemplar!

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