Rezension: Die Rückkehr des Fremden von Tamera Alexander

Ihr wollt ein sehr mitreißendes Buch lesen? Dann lest Die Rückkehr des Fremden von Tamera Alexander! Das Buch lässt sich so gar nicht aus der Hand legen, weil es einfach zu spannend ist. Ich bin schon lange nicht in so eine Geschichte abgetaucht, aus der ich nur ungerne wieder auftauchte, aber genau das macht doch ein gutes Buch zu einem guten Buch. Dass man nicht möchte, dass die Geschichte ein Ende findet.

Autorin: Tamera Alexander, 352 S., Francke Verlag, erschienen: Juli 2011, Einband: Paperback, Neupreis: 14,95 €, Originaltitel: Rekindled

»In guten wie in schlechten Zeiten« hat Kathryn Jennings vor zehn Jahren geschworen und an dieses Gelübde hält sie sich bis heute – obwohl ihre Ehe sich gänzlich anders entwickelt hat als erwartet. Als ihr Ehemann Larson in einer stürmischen Winternacht nicht nach Hause kommt, kämpft sie mit vollem Einsatz für den Erhalt ihrer Ranch. Doch Monat für Monat vergeht, ohne dass ihr Mann zurückkehrt, und so muss sie sich damit abfinden, ohne ihn weiterzuleben.
Eines Tages stößt Kathryn auf ein gut gehütetes Geheimnis ihres Mannes. Scherben aus seiner Vergangenheit lassen sie Larson endlich besser verstehen. Was würde sie dafür geben, wenn sie die Zeit zurückdrehen und ihn als den Mann lieben könnte, der er war, nicht als den, den sie immer in ihm hatte sehen wollen. Sie ahnt nicht, dass Gott ihr längst eine zweite Chance gegeben hat …

Ich würde sagen, das ist der beste Roman der Autorin unter denen, die ich bisher gelesen habe (auch wenn es zur Zeit nur drei sind). Obwhl ich mir die Handlung nach dem Durchlesen des Klappentextes, der mir ein wenig irreführend zu sein scheint, anders vorgestellt habe und dementsprechend andere Erwartungen hatte, konnte ich mich schnell in die Geschichte einfinden und den Verlauf mitverfolgen. Ich hatte auch keine Schwierigkeiten damit, mich in die Protagonistin Kathryn hineinzuversetzen, denn Tamera Alexander hat ihre Gedanken, Gefühle und ihr Leben so beschrieben, dass es leicht war, Kathryn als Person zu verstehen. Sie wird als eine starke Frau dargestellt, die sich nicht von den schlimmen Seiten des Lebens unterkriegen lässt, denn sie hat ja Gott, dem sie vertraut.

Kathryns Mann Larson machte in dem Verlauf der Handlung eine große Wandlung durch. Wenn man seine Person am Anfang und am Ende des Buches vergleicht, fällt es einem schwer, zu glauben, er sei ein und derselbe Mann. Während ihm immer seine Ranch am wichtigsten war und er immer nach Wohlstand strebte, hatte er sich wenige Gedanken über Gott gemacht. Auch schien ihm sein Besitz oft wichtiger zu sein als seine Frau Kathryn, die er dennoch sehr liebte. Doch das zu zeigen fiel ihm sehr schwer, denn er hatte eine unglückliche Kindheit hinter sich, in der er keine Liebe und Geborgenheit erfahren hat. Nach seiner Rückkehr ist er jedoch alles andere als das – gottesfürchtig, sanft, selbstlos und zurückhaltend.

Diese Zeit, in der Kathryn Larson tot glaubte, war sehr bedrückend und traurig, wenn auch nötig für beide. Denn in diesen Monaten haben beide Charakterseiten und Gewohnheiten an sich entdeckt, die in ihrem gemeinsamen Leben störend waren. Kathryn hat gemerkt, dass sie Larson so hätte annehmen sollen, wie er war, ohne darauf zu warten, dass er sich änderte. Larson hat währenddessen mithilfe eines gläubigen älteren Ehepaares zu Gott gefunden.
Das hat mir ja auch so gut gefallen, dass die Autorin ein so christlich geprägtes Buch geschrieben hat. Wo heutzutage in vielen christlichen Romanen lediglich ein, zwei Mal Gott und der Glaube an Ihn erwähnt werden, hat T. Alexander Charaktere geschaffen, die ein beständig gottesfürchtiges Leben führen.

Kürzlich habe ich folgenden Spruch gelesen: „Nur diejenigen erleben Wunder, die an Wunder glauben.“ Wo er mir jetzt wieder in den Sinn gekommen ist, muss ich feststellen, dass diese Aussage auf diesen Roman zutrifft, denn auch hier findet man ein großes Wunder. Dazu möchte ich nicht viel verraten, es sei nur gesagt: es geht um ein Baby. Ich bin mit ziemlich sicher, dass es nicht zu diesem Wunder gekommen wäre, wenn Kathryn nicht ihren starken Glauben an Gott hätte.

Die Rückkehr des Fremden – ein berührendes und spannendes, tragisches, aber wunderschönes Buch, das ich niemandem vorenthalten möchte. Daraus lassen sich einige Parallelen zum eigenen Glaubensleben ziehen bzw. es bringt einen zum Nachdenken. Von mir gibt es ganze 5 von 5 Sterne, denn es ist ein lesenswertes Buch!

Und an den Francke Verlag geht mein herzlicher Dank für dieses Rezensionsexemplar!

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