Rezension: Summer Harbor – Wie Schneeflocken im Wind #1 von Denise Hunter

Von Denise Hunter ist ja bereits Einiges auf Deutsch erschienen, doch bisher habe ich noch nichts davon gelesen – außer Wie Schneeflocken im Wind. Ich habe es gestern spät am Abend beendet und es war einfach nur richtig gut, dieses Buch. Wo ich am Anfang erst gedach habe, hmm, dieses Buch wird bestimmt interessant, hoffentlich nicht zu langweilig, musste ich am Ende feststellen, dass es nicht „nur“ interessant, sondern überaus spannend war! Damit habe ich jedenfalls nicht gerechnet. Ein tolles Buch!

Autorin: Denise Hunter, 400 S., Brendow Verlag, Einband: Paperback, Neupreis: 15,00 €, Originaltitel: Falling like Snowflakes

Während sie durch das ländliche Maine jagt, fragt sich Eden Martelli, wie sich ihr beschauliches Leben nur so entwickeln konnte … Obwohl ihre Familie in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen wurde, hat man ihren Mann enttarnt und ermordet. Eden ist mit ihrem fünfjährigen Sohn Micah auf einer verzweifelten Flucht, als sie in dem kleinen Küstenort Summer Harbour landet. Wird sie hier endlich wieder Frieden finden?

Beau Callahan hat den Posten des Sheriffs aufgegeben, um nach dem Tod seiner Eltern die Weihnachtsbaumplantage seiner Familie zu übernehmen. Aber die Trauer ist noch frisch und die Arbeit mehr als gedacht. Gerade als er nicht mehr weiter weiß, taucht die geheimnisvolle – und nicht minder schöne – Eden in dem kleinen Ort auf …

Da Denise Hunter für mich bisher noch unbekannt war, wusste ich nicht, worauf ich mich bei diesem Roman „einlasse“. Denn meistens hat man schon eine Vorstellung von einem Buch, wenn man den Autor schon kennt. Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich das Gefühl, dass hier wäre eine von vielen Krimi/Liebesgeschichten, die nicht unbedingt fähig wäre, mich vom Hocker zu hauen. Doch schon auf den ersten Seiten musste ich feststellen, dass das Buch doch nicht so unbesonders ist, wie erwartet.

Von Anfang an befindet man sich mit Eden und Micah auf der Flucht vor deren Vergangenheit. Man erhält als Leser kaum Informationen über deren Lebensumstände und weiß anfangs nicht einmal wirklich, warum sie fliehen. Umso mehr ist man am Grübeln und Rätseln gewesen, was wohl passiert sein könnte. Nach und nach erfährt man, was vorgefallen war und Mutter und Kind zur Flucht veranlasst hat.
Gezwungenermaßen (Auto ist liegengeblieben) wurden sie im Ort Summer Harbor aufgehalten, wo sie während ihres Aufenthalts sehr nette Leute kennengelernt haben. Dort sind Eden und Micah dann doch länger geblieben als geplant.

Eine der neuen Bekanntschaften war Beau, der Eden als Haushälterin angestellt hat. Die Autorin hat eine sehr schöne (Liebes-)Beziehung zwischen den beiden aufgebaut, die einen als Leser immer mitfiebern ließ. Da Eden aufgrund ihres verstorbenen Ehemannes Probleme mit dem Vertrauen hatte, konnte sie sich nicht auf Beau einlassen, was ja auch verständlich war. Doch ich habe mir oft gewünscht, dass sie ihre negativen Gedanken loslässt und wieder anfängt zu l(i)eben.

Das Spannende an der Handlung war, dass es nicht überholt wirkte. An einigen Stellen war es vorhersehbar, denn in der Liebesgeschichte fand man einige Klischees wieder (aber ganz ehrlich, in welcher Liebesgeschichte ist dies nicht der Fall?), doch insgesamt war es sehr spannend und auch überraschend.

Was mir leider gefehlt hat, war ein stärkerer christlicher Hintergrund. Zwar gingen die Leute in die Kirche, lasen in der Bibel, doch den Einbezug von Gott in das alltägliche Leben hätte ich mir mehr gewünscht. Tatsächlich ist es am Ende ein Bibelvers gewesen, der Eden die Augen geöffnet hat und sie dazu brachte, endlich ein Leben an Beaus Seite zu wagen.

Dieser winterliche Roman, der sich auch in der Sommerzeit ausgezeichnet lesen lässt, hat mir ausgesprochen gut gefallen, dass ich nun auf jeden Fall mehr von der Autorin lesen möchte (im August erscheint Band 2 der Summer Harbor-Reihe!). Ich bin sehr gespannt, wie es mit Beaus Bruder weitergehen wird und hoffe, auch ihn und Eden wieder anzutreffen. Dieses tolle Buch erhält von mir 5 von 5 Sterne und eine große Leseempfehlung!

Einen herzlichen Dank an den Brendow Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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