Rezension: Tales from Ivy Hill – Die Herberge von Ivy Hill #1 von Julie Klassen

Endlich habe ich auch den neuesten Julie-Klassen-Roman Die Herberge von Ivy Hill gelesen, der diesmal aber nicht ein Einzelband, sondern der erste Teil einer ganzen Reihe ist! Der zweite Band erscheint auf Englisch zwar erst im Dezember, aber ich hoffe, dass die deutsche Ausgabe danach nicht lange auf sich warten lassen wird.

Autorin: Julie Klassen, 496 S., SCM Hänssler, Paperback, Neupreis: 16,95 €, erschienen: 30.05.2017, Reihe: Tales from Ivy Hill, Originaltitel: The Innkeeper of Hill

Der Mittelpunkt von Ivy Hill ist sein Wirtshaus „The Bell“. Als der Besitzer plötzlich stirbt, muss seine Witwe Jane die Geschäfte übernehmen, obwohl ihr das gar nicht liegt. Jane wendet sich an ihre Schwiegermutter, die sie nicht leiden kann. Doch die Not schweißt die beiden Frauen zusammen und zwischen ihnen entwickelt sich Vertrauen. Heilung wird möglich und Jane blüht in ihrer neuen Rolle auf. Wird das ausreichen, um „The Bell“ zu erhalten?

Ich habe nach dem Lesen des Klappentextes, ehrlich gesagt, nichts Großes von diesem Roman erwartet, vielmehr hört es sich ja danach an, als würde die Beziehung zwischen Thora (voll der schöne Name, oder??) und ihrer Schwiegertochter Jane im Mittelpunkt stehen – was ich auch bestätigen kann, jetzt wo das Buch gelesen ist. Doch es geht um weitaus mehr: Julie Klassen schreibt über Menschen (ebenfalls Thora und Jane), die nahestehende Menschen verloren haben und wie sie damit umgehen, es geht außerdem um die Position innerhalb der Gesellschaft und auch darum, nicht aufzugeben, denn Gott hat unendlich viele Auswege aus jeder noch so scheinbar unlösbaren Situation.

Eine der größten Wandlungen geschehen, wie ich finde, mit Jane, der Protagonistin. Wo sie anfangs ganz in ihrer Trauer versank, sich keinen Deut um die ihr von ihrem verstorbenen Mann hinterlassenen Herberge scherte und kaum Kontakt zu der Außenwelt suchte/hatte, war sie zum Schluss eine vollkommen „neue“ Person: sie entschied sich gegen den Verkauf der Herberge und übernahm die Geschäftsführung dieser, zudem kamen sie und ihre Schwiegermutter sich näher und sie hat es geschafft, ihre Trauer um ihren verstorbenen Ehemann zu „besiegen“. Jane ist eine starke Frau, die weiß, was sie will.

In diesem Buch erfährt man viel darüber, wie es damals gewesen ist, eine Herberge zu führen und ich musste feststellen, dass es damals auch Einiges an Papierkram zu erledigen gab. Um ehrlich zu sein habe ich gedacht, es wäre früher sehr viel einfacher gewesen, ein Geschäft zu führen. Überhaupt lernt man beim Lesen sehr viel über die Gesellschaft in England während des 19. Jahrhunderts kennen, was bei Julie Klassen eigentlich immer der Fall ist.
Was ich hier wieder sehr schön finde, ist, dass es auch zu diesem Buch Fotos gibt, die Julie Klassen sich als Vorlage für das Beschreiben der Ortschaften genommen hat. Zu dieser neuen Reihe gibt es sogar eine eigene Webseite, wo man alle Infos zu den Büchern erhält: talesfromivyhill.com.

Zwar hat das Buch eher mittelmäßig angefangen und hat sich, was Spannung angeht, nur langsam gesteigert, doch ab dem letzten Drittel/Viertel wurde es richtig interessant. Ich bin jetzt auf jeden Fall sehr gespannt auf den Folgeband und hoffe, ich konnte in euch auch das Interesse für diese Reihe wecken! Für den ersten Teil vergebe ich 3 von 5 Sterne.


Hat jemand von euch schon ein Buch von Julie Klassen gelesen?
Wenn ja, welches?

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