Rezension: Wer Hoffnung sät von Chris Fabry

Chris Fabry war bis vor Kurzem noch Neuland für mich – und ist es eigentlich immer noch, denn ich kann nicht behaupten, ihn als Autor nach nur einem Buch schon sehr gut zu kennen. Jedenfalls habe ich am Sonntag sein Buch Wer Hoffnung sät beendet, das mich sehr aufgewühlt, irgendwie sogar schockiert hat. Da denkt man das gnaze Buch über das Eine, am Ende ist es aber doch was ganz Anderes – lest das Buch, dann versteht ihr, was ich damit meine!

Autor: Chris Fabry, 384 S., Gerth Medien, Klappenbroschur, 17,00 €, Original: Dogwood

Karin ist mit einem Pastor verheiratet, hat drei Kinder und lebt in der Kleinstadt Dogwood, West Virginia ein nettes Leben. Doch das seltsam distanzierte Verhalten ihres Mannes irritiert sie mehr und mehr. Ruthie, eine ältere Frau aus Karins Gemeinde, wird ihr eine wichtige Stütze. Doch je mehr die beiden in Karins Vergangenheit vordringen, desto deutlicher wird, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmt …
Die Dinge werden nicht einfacher, als Will nach zwölf Jahren Gefängnis nach Dogwood zurückkommt, wo ihn viele noch immer hassen. Denn damals hat er unter Alkoholeinfluss zwei kleine Mädchen überfahren. Jetzt ist sein Plan, endlich das zu Ende zu bringen, was er damals begonnen hatte: Das Traumhaus für seine Traumfrau zu bauen und sie zu heiraten. Nur dass diese Frau niemand anders ist als … Karin.

Zu Beginn wird man ein wenig verwirrt, weil man aus der Sicht vier verschiedener Menschen liest, aber noch keine Ahnung hat, was alle vier miteinander verbindet. Doch mit der Zeit – zugegeben, es dauert ein wenig – fügt sich alles langsam zusammen. Man erkennt die Zusammenhänge und lernt die Charaktere besser kennen.

Die Protagonisten sind Karin und Will, die sich noch aus ihrer Schulzeit kennen. Beide waren ineinander verliebt, ein Paar sind sie jedoch nie geworden. An dem Punkt, als sie es vielleicht hätten werden können, geschieht etwas Furchtbares und die Beiden sind für eine sehr lange Zeit getrennt, denn Will kommt ins Gefängnis.

Währenddessen lebt Karin ihr eigenes Leben als Pastorenfrau und Mutter dreier Kinder weiter. Und dann sieht sie Will zwölf Jahre später wieder.
Nach dem Gefängnis hat dieser es seinerseits nicht leicht, wieder Fuß in seiner Heimatstadt zu fassen.
Was mich jedoch ein wenig gewundert hat, war, dass es zwischen Karin und Will kaum Kontakt gab. Sie hat ihn einmal im Gefängnis besucht, doch danach haben sie sich nicht wiedergesehen.
Das Ganze ergibt jedoch erst zum Schluss alles einen Sinn, denn da werden einem auf heftig(st)e Weise die Augen geöffnet – Überraschung pur.

Wo wir gerade vom Schluss sprechen, muss ich sagen, dass dieser mich sehr überrascht und umgehauen hat. Mit dem, was ich am Ende des Lesens des Buches erfahren habe, habe ich überhaupt nicht gerechnet. Der Autor lässt eine derartige Bombe platzen, dass man noch stundenlang nach dem Beenden des Romans in Gedanken damit beschäftigt ist.

Für jemanden, der gerne nachddenklich stimmende und melancholische Bücher liest, ist dieser Roman auf jeden Fall richtig. Auch wenn es ein wenig dauert, bis man sich in die Geschichte reingelesen hat, steckt man irgendwann so tief drin, dass man einfach weiterlesen muss, um zu erfahren, wie sich das Ganze entwickeln wird. Von mir gibt es 3.5 von 5 Sterne.

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