Rezension: Die Hochzeitskapelle von Rachel Hauck

Rachel Hauck ist für mich eine relativ neue Autorin, da ich von ihr bisher noch nicht viel gelesen habe. Aber das Wenige, was ich schon kenne, hat mich bereits davon überzeugt, dass ihre Bücher es wert sind, gelesen zu werden. Dazu hat auch Die Hochzeitskapelle beigetragen, ich freue mich also schon darauf, weitere ihrer Romane zu lesen!

Autorin: Rachel Hauck, 416 S., Brendow Verlag, Paperback, Neupreis: 16,00 €, Orginaltitel: The Wedding Chapel

60 Jahre lang stand die Hochzeitskapelle leer und verlassen da. Jimmy „Coach“ Westbrook, einst erfolgreicher Footballtrainer, errichtete sie in jungen Jahren für
seine große Liebe. Von Hand, Stein für Stein. Seine Colette verlor er schon vor langer Zeit. Die Kapelle aber blieb – als zauberhaftes Denkmal für die wahre Liebe und
Beweis dafür, dass auch der tiefste Schmerz geheilt werden kann.
Die Liebe trifft die Fotografin Taylor, Großnichte der berühmten Seifenoperndiva Colette Greer, unvorbereitet, als sie in New York Jack Forester begegnet. Jack hat wie sie das Städtchen Heart’s Bend verlassen, um dem Schatten seiner verkorksten Kindheit zu entfliehen. Ihre stürmische Begegnung führt zu einer spontanen Heirat –
doch dunkle Schatten bedrohen die junge Liebe …
Als Taylor einen Fotoauftrag in Heart’s Bend annimmt, kreuzen sich ihre Wege mit denen von Coach Jimmy. Unverhofft entdecken die beiden ein großes Geheimnis. Wird die Wahrheit der Liebe einen Weg bahnen? Eine bewegende Familiensaga über den Wert der wahren Liebe.

In dieser Geschichte geht es vordergründig um Taylor und Jack sowie ihre Tante Colette und Jimmy. Taylor kennt ihre Tante kaum, da diese die Familie sehr früh verlassen hat. Kaum einer weiß jedoch, warum.
Die ganze Zeit hing diese Frage nach dem Warum? über der Geschichte, wenn es um Colette ging, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie ihre Familie aus eigennützigen Gründen verlassen hätte. Ihre wahre Liebe Jimmy hat auch keine Erklärung dafür, doch aus seinen Erinnerungen an seine jungen Jahre, als er und Colette sich ineinander verliebten und später planten, einander zu heiraten, bekam ich eine ungefähre Vorstellung davon, wie Colette gewesen ist – ein großer Gegensatz zu der Frau in der Gegenwart 60 Jahre später.
Zum Ende hin wird das Geheimnis gelüftet und man erfährt, wie es zu den aktuellen Zuständen gekommen ist. Das war übrigens auch einer der Gründe, der mich das Buch nicht aus der Hand legen ließ, ich musste einfach weiterlesen, um zu erfahren, was da vor so vielen Jahren vorgefallen war.

Es geht aber auch um Taylor und ihren Mann Jack. Beide kennen sich noch aus der Highschool, doch Jahre später laufen sie sich zufällig in New York über den Weg. Sehr kurze Zeit später heiraten sie – überstürzt. Sechs Monate vergehen und beide fragen sich mittlerweile, ob sie nicht ein Fehler mit ihrer Heirat gemacht haben. Man hat schnell gemerkt, dass, beide Angst hatten, sich völlig aufeinander einzulassen. Beide waren sich außerdem der gegenseitigen Liebe nicht bewusst oder sicher.

Währenddessen kommt Taylor endlich ihrer Tante Colette näher. Beide kehren nach Heart’s Bend, den Heimatort, zurück – aus demselben Grund,  nämlich der Hochzeitskapelle, die Jimmy einst für Colette baute, doch mit verschiedenen Motiven – obwohl keine der beiden sich bei dem Gedanken an eine Rückkehr wohlfühlt. Colette hatte damals direkt vor ihrer überstürzten Abreise ein Versprechen abgegeben, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, Taylor kehrte nicht mehr zurück, da sie seit Jahren nicht mehr mit ihrem Vater klarkam.

Trotz ihrer widerspenstigen Gefühle fahren die beiden nach Heart’s Bend und plötzlich kommt nach und nach Licht in die Dunkelheit – das Geheimnis um Colettes Verschwinden wird gelüftet. Dies hat auch zur Folge, dass Taylor und Jack durch die räumliche Trennung Zeit zum Nachdenken haben und es schließlich zu einer Aussprache kommt – was beide bitter nötig hatten.
[Achtung, kleiner Spoiler: Schlussendlich habe ich mich für beide sehr gefreut, auch wenn es mir ein wenig zu einfach schien, dass beide „plötzlich“ ihre Fehler eingesehen haben und bereit waren, für ihre Ehe zu kämpfen, denn, wie man sich denken kann, entscheiden die beiden sich, zusammen zu bleiben.]

Nach 60 Jahren kommt es außerdem wieder zu einer Begegnung zwischen Colette und Jimmy, der ich nicht weniger angespannt entgegen gefiebert habe. Und es platzt eine noch größere Bombe. Da war man natürlich richtig baff.

Es ist schon richtig, dass der Roman unter die Kategorie „christlicher Roman“ fällt, doch dafür haben sich die Charaktere meiner Meinung nach viel zu „menschlich“ und nicht so sehr auf Gott und den Glauben bedacht verhalten. Sehr schade, denn in dem Fall hätte der Roman mir noch mehr gefallen.

Abgesehen davon, dass es kleinere Schwachstellen gab, finde ich diesen Roman sehr gelungen. Um ehrlich zu sein, habe ich definitiv nicht damit gerechnet, aber der Unterhaltungswert war so hoch, dass ich das Buch ungern aus der Hand legte, solange ich es nicht durchgelesen hatte.
Alles in allem habe ich Die Hochzeitskapelle mit 5 von 5 Sternen bewertet!

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