Rezension: Targa – Der Moment, bevor du stirbst von B. C. Schiller

Kurz vor der Veröffentlichung des Thrillers Targa – Der Moment, bevor du stirbst von B. C. Schiller erhielt ich von Randomhouse eine E-Mail mit den Informationen zu diesem Buch. Schon damals hat mich die Beschreibung angesprochen und seitdem war ich immer wieder mal am Überlegen, ob ich es nicht doch lesen möchte. Ich hatte eine gewisse Vorstellung davon, worum es handeln sollte, doch letztendlich war das Leseerlebnis ganz, ganz anders, als erwartet…

Autoren: Barbara u. Christian Schiller, 400 S., Penguin Verlag, Taschenbuch, 10,00 €

Targa Hendricks hat keine Freunde, keine Liebe, nichts zu verlieren. Doch vor allem hat sie keine Angst – und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Denn als Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit des BKA ist es ihre Aufgabe, Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich einem Mörder ausliefern – oder ihn glauben lassen, sie sei wie er.
Falk Sandman ist Hochschuldozent, charismatisch, clever und besessen von den letzten Worten Sterbender – seiner Opfer. Eines Tages trifft er eine junge Frau, die sich für seine dunkle Seite interessiert. Sie will von ihm lernen, und Sandman fasziniert ihr gefühlloses Verhalten. Zunächst ist er skeptisch, doch allmählich vertraut er ihr.
Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen?

Als das Buch bei mir angekommen ist, war ich sofort fasziniert vom Cover, besonders aber von dem silber schimmernden „Targa“. Zu der Zeit hatte ich zwar bereits ein anderes Buch angefangen zu lesen, doch ich hatte mich so sehr auf Targa gefreut, dass ich es zwischengeschoben habe.

Mit Targa, der Protagonistin, wie man sich gleich denken kann, bin ich bis zum Schluss nicht warm geworden. Sie war eine sehr kalte Frau, die gefühllos zu sein schien, und das war der Bildung einer Bindung zwischen Leser und Romanfigur keineswegs dienlich.
Allerdings hat sie diese Seite ihrer Persönlichkeit so gut in ihrer Arbeit gemacht.

An sich denke ich, dass es durchaus spannend sein kann, wenn ein Undercover-Agent ermittelt, doch hier hat man Targa nicht nur als solch eine erlebt, man bekam die Geschehnisse parallel dazu von dem Mörder – Falk Sandman – berichtet. Dadurch wurde dieser Thriller besonders düster, grausam und teilweise war es anwidernd zu lesen, welche er Taten er beging. Seine Sicht hätte meiner Meinung nach doch lieber weggelassen werden sollen. Ich war zwar durch die Inhaltsangabe bereits darüber im Klaren, dass man in diesem Thriller außerdem die Sicht des Täters dargelegt bekommt, doch diese habe ich mir um Einiges weniger schlimm und detailliert vorgestellt.

Ab dem Punkt, wo es immer heftiger wurde, habe ich tatsächlich nur noch ungern weitergelesen. Ich befürchtete jedes Mal, dass es noch schlimmer werden würde.
Ein anderer Punkt ist, dass der Handlungsort Berlin war, eine Stadt, die (fast) jeder kennt. Es war unheimlich, von Orten zu lesen, die man aus dem wahren Leben kennt, an denen Sandman seine Untaten verübte. Da ist es doch eine große Erleichterung, dass „Targa“ fiktiv ist.

Targa hat mir hinsichtlich meiner hohen Erwartungen gar nicht gefallen und ich würde dieses Buch – insbesondere Lesern mit schwachen Nerven – nicht unbedingt weiterempfehlen. Jetzt weiß ich wenigstens, dass ich an ein Buch, dass ich noch nicht kenne, keine all zu hohen Erwartungen setzen sollte. Von mir gibt es 2 von 5 Sterne.

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